Claude souverän nutzen — in der Praxis und privat.
Kein Tech-Wissen erforderlich. Keine generischen KI-Phrasen. Dieser Guide zeigt Ihnen visuell, in welcher Reihenfolge und mit über 60 fertig nutzbaren Prompts, wie Sie Claude vom ersten Tag an für echte ärztliche Alltagsprobleme einsetzen — von der Patientenkommunikation bis zum Urlaubsplan.
"Ich habe noch nie ChatGPT oder Claude benutzt. Aber meine Tochter sagt, das verändert alles. Ich möchte verstehen, wo das für die Praxis und für mich privat hilft — ohne ein Studium an Prompt-Engineering."
Dr. Brehm begleitet Sie durch jeden Bereich dieses Guides. Jedes Beispiel stammt aus ihrem realen Praxis- oder Familienalltag.
Drei klare Etappen — kein Überfordern
So bauen Sie Schritt für Schritt Sicherheit auf, ohne sich an Tag 1 mit allen Features gleichzeitig zu beschäftigen.
Tag 1 — Erste Erfolge
Account anlegen, das Chat-Fenster verstehen, drei einfache Aufgaben erledigen (Aufklärungstext, E-Mail, Recherche). Reines Ausprobieren.
Zum StartkapitelWoche 1 — Projekte und Routinen
Eigene "Räume" für Praxis und Privatleben einrichten (Projects). Vorlagen und eigene Schreibweisen einmal hinterlegen — Claude erinnert sich.
Projects entdeckenMonat 1 — Eigene Assistenten
System-Prompts schreiben, eigene "Mitarbeiter" formen — z. B. einen Patientenbrief-Assistenten, einen Reise-Planer, einen Literatur-Scout.
System-Prompts bauenIn 5 Minuten beeindruckt sein
Drei Prompts, die sofort den Unterschied zeigen. Einfach kopieren, in Claude einfügen, Antwort lesen.
1. Aufklärungstext für eine Patientin in einfacher Sprache
2. Schwierige Antwort auf eine Bewertung in Google Maps
3. Reise mit Familie planen — in einem Wurf
Sie müssen nicht "richtig" prompten können. Sie müssen nur sagen, was Sie wollen, für wen, in welchem Ton, in welcher Länge — und an welche Details Sie typischerweise nicht denken. Den Rest übernimmt Claude.
Die sechs Bereiche von Claude
Mehr brauchen Sie nicht zu verstehen. Jeder Bereich hat einen klaren Zweck — und eine eigene Seite in diesem Guide.
Chat
Das Hauptfenster. Eine Frage, eine Antwort. Wie ein Gespräch mit einem klugen Kollegen.
Projects
Ein eigener "Raum" für ein wiederkehrendes Thema (z. B. Praxismarketing). Claude merkt sich Vorgaben und Dateien.
System Prompts
Eine Art "Stellenbeschreibung" für Claude. Definiert dauerhaft Stil, Rolle, Regeln, Tonalität.
Artifacts
Wenn Claude ein "echtes" Dokument, ein Formular, eine Tabelle oder eine kleine Anwendung baut, statt nur zu antworten.
Praxis-Anwendungen
Fertige Szenarien für die Zahnarztpraxis: Kommunikation, Recherche, Administration, Fortbildung.
Privat-Anwendungen
Familie, Reisen, Finanzen, Hobbys, Lernen — die unsichtbaren Aufgaben des Alltags effizienter machen.
Niemals echte, identifizierbare Patientendaten in Claude eingeben. Nicht den vollen Namen, nicht das Geburtsdatum, nicht die Versichertennummer. Das ist nicht verhandelbar — und es ist auch nicht nötig. Wir zeigen Ihnen in jedem Beispiel, wie Sie Fälle so beschreiben, dass Claude maximal hilfreich antwortet, ohne dass Sie Compliance-Risiken eingehen. → Komplette Regeln & Beispiele
Bereit für den ersten Schritt?
Beginnen Sie mit dem Kapitel "Was ist Claude überhaupt?" — fünf Minuten Lesezeit, und Sie haben das Fundament.
Was ist Claude — und was nicht?
Ein Vergleich, der wirklich passt: Claude ist wie ein hochkompetenter, schneller, sehr belesener Assistent — der allerdings keinen Beruf "ausübt" und sich an nichts erinnert, was Sie ihm gestern erzählt haben (es sei denn, Sie sagen es ihm wieder).
"Mir reicht nicht 'das ist ein Sprachmodell'. Ich möchte wissen: Was kann ich realistisch erwarten, wo liegen die echten Grenzen, und welche Begriffe muss ich kennen?"
Die treffende Analogie
Stellen Sie sich Claude vor wie einen jungen, sehr klugen Assistenten in einer Bibliothek. Diese Person hat in den letzten Jahren Millionen Texte gelesen — Studien, Bücher, Fachartikel, Foren, Anleitungen. Er kann blitzschnell zusammenfassen, formulieren, strukturieren, vergleichen, übersetzen.
Aber: Diese Person war nie selbst Patient, hat nie selbst eine Praxis geführt, ist nicht approbiert — und ihre Bibliothek ist auf einem bestimmten Stand. Sie verlässt nie die Bibliothek, außer Sie schicken sie raus (das ist die "Websuche"). Und am Ende des Tages vergisst sie das Gespräch, wenn Sie das Zimmer verlassen — außer Sie haben ihr einen festen Schreibtisch eingerichtet (das sind "Projects" und "Memory").
Claude ist ideal für alles, was Sie selbst lesen, prüfen und mit klinischer Erfahrung gegenchecken. Er ist nicht ideal als alleinige medizinische Entscheidungsinstanz. Sie bleiben der Arzt — Claude ist der schnelle, freundliche Mitarbeiter.
Was Claude kann — und was nicht
Claude ist sehr gut in…
- Texten formulieren (Patientenbrief, E-Mail, Blogartikel, Aufklärungstext)
- Komplexe Inhalte vereinfachen — auf jedes gewünschte Sprachniveau
- Strukturieren (Listen, Vergleichstabellen, SOAP-Notizen, Pro/Contra)
- Übersetzen zwischen Sprachen — auch medizinische Texte
- Zusammenfassen langer Dokumente (Leitlinien, PDFs, Studien)
- Brainstorming und Differentialdiagnose-Ideen sammeln
- Code, Tabellen, kleine Web-Apps und Visualisierungen bauen
- Bilder beschreiben und einordnen (z. B. EKG-Skizze, Befund-Foto)
Claude ist schlecht oder gefährlich in…
- Eigenständigen klinischen Entscheidungen (nie ohne Ihre Prüfung)
- "Aktuellen" Informationen ohne aktive Websuche
- Garantien — Halluzinationen kommen vor, immer querprüfen
- Echten Patientendaten — niemals identifizierbar eingeben
- Rechtsverbindlichen Aussagen ohne ärztliche / juristische Prüfung
- Bildgenerierung (Claude generiert keine Bilder, Videos oder Audio)
- Telefonieren, Termine selbst buchen (außer mit Connectors)
- Sich an alte Gespräche erinnern, wenn Sie das nicht aktivieren
Wie funktioniert das im Großen?
Sie geben einen Prompt ein — das ist einfach Ihre Frage oder Aufgabe. Claude verarbeitet diesen Text und antwortet. Sie können nachfragen, korrigieren, vertiefen. Das nennt sich Konversation.
Sie tippen oder sprechen
Eine Frage, eine Aufgabe, ein Stück Text — in normalem Deutsch oder Englisch. Lange Eingaben sind in Ordnung. Anhänge (PDF, Bilder, Word) auch.
Claude liest und verarbeitet alles im Kontext
Der "Kontext" ist Claudes Kurzzeitgedächtnis innerhalb des aktuellen Chats. Sehr groß, aber begrenzt. Solange das Gespräch läuft, kann Claude auf alles zurückgreifen, was vorher kam.
Claude antwortet — und Sie iterieren
Selten ist die erste Antwort schon perfekt. Sagen Sie einfach was Sie ändern wollen: "Kürzer." "Auf B1." "Mit drei Beispielen." "Mit anderem Tonfall." Das ist der Hebel.
Optional: Werkzeuge dazu
Websuche, Datei-Upload, Verbindung mit Google Drive, Kalender, Notion u. a. (sogenannte "Connectors"). Damit kann Claude auch Dinge tun statt nur antworten.
Mini-Glossar — die acht Wörter, die immer wieder auftauchen
Prompt
Modell (Sonnet, Opus, Haiku)
Opus ist das stärkste und langsamste,
Sonnet ein guter Allrounder, Haiku das schnellste für leichte Aufgaben.
Für Ärzte reicht die Standardeinstellung — Sie müssen das nicht aktiv wählen.
Kontextfenster
Halluzination
System Prompt
Project
Artifact
Connector / MCP
Welches Modell soll ich wählen?
Für 95% aller Aufgaben in der Zahnarztpraxis und im Privatleben ist die Standardeinstellung von Claude richtig. Sie müssen nichts umstellen. Wer es genau wissen will:
Sonnet
Der schnelle Allrounder. Ideal für E-Mails, Aufklärungstexte, Recherchen, Brainstorming, Tagesplanung. Default in Claude Pro.
Opus
Das stärkste Modell. Lohnt sich bei langen, komplexen Aufgaben — z. B. wenn Sie eine 60-Seiten-Leitlinie zusammenfassen lassen oder ein komplexes Anschreiben formulieren wollen.
Haiku
Das schnellste, leichteste Modell. Für sehr kurze, schnelle Anfragen — etwa "Wie heißt das Medikament noch mal mit Wirkstoff X?".
Lassen Sie es einfach auf der Standardeinstellung. Wechseln Sie nur, wenn Sie merken, dass eine Aufgabe wirklich lange Antworten oder besonders schwierige Argumentation braucht — dann nehmen Sie Opus.
Der Chat — Ihr ständiger Sparringspartner.
Das Chatfenster ist der schnellste Weg, etwas mit Claude zu erledigen. Sie öffnen einen neuen Tab, schreiben Ihre Frage, erhalten eine Antwort, verfeinern. Hier lernen Sie, was einen guten Prompt von einem schlechten unterscheidet — und kopieren sich zehn Vorlagen zusammen, die sofort in den Alltag passen.
Wann ist der Chat das richtige Werkzeug?
Chat passt für…
- Einmalige, schnelle Anfragen
- Schnelle Recherche und "Was-wäre-wenn"-Fragen
- Spontane Patientenkommunikation
- Ad-hoc Übersetzungen oder Erklärungen
- Zusammenfassungen langer Texte
- Brainstorming und Differentialdiagnose-Ideen
Für wiederkehrende Aufgaben besser…
- Ein Project anlegen (siehe Kapitel)
- Eigenen System Prompt definieren
- Wichtige Dateien dauerhaft hochladen
- So muss Claude nicht jedes Mal neu briefen werden
Die Anatomie eines guten Prompts
Ein guter Prompt beantwortet implizit fünf Fragen: Wer (Rolle), was (Aufgabe), für wen (Zielgruppe), wie (Tonalität & Format), worauf achten (Einschränkungen). Sie müssen das nicht in dieser Reihenfolge formulieren — aber je mehr davon im Prompt steht, desto besser die Antwort.
Schlecht → besser → sehr gut: dieselbe Aufgabe in drei Stufen
Rolle · Aufgabe · Zielgruppe · Ton · Format · Einschränkungen. Wenn Sie diese sechs Bausteine im Hinterkopf haben, schreiben Sie automatisch bessere Prompts — ohne Tricks und ohne Prompt-Engineering-Kurs.
Zehn fertige Prompts — direkt aus Dr. Brehms Alltag
Jeden dieser Prompts können Sie unverändert kopieren, an Ihre Situation anpassen und in Claude einfügen.
1. Befund verständlich erklären
"Frau M. hat ihren Laborbefund mitgenommen, traut sich aber nicht zu fragen. Ich möchte ihr in einem Satz erklären, dass ihre Schilddrüsenwerte grenzwertig sind."
2. Aktuelle Leitlinie schnell überblicken
"Ich habe die DGZMK-/DG PARO-Leitlinie zur Parodontitis-Therapie gerade nicht parat und brauche die Kernpunkte für ein Gespräch in 20 Minuten."
3. Eine empathische Absage an einen Dental-Außendienst-Mitarbeiter
"Ich habe heute drei Termine mit Dental-Außendienst-Mitarbeitern angefragt bekommen. Ich will alle drei freundlich, aber bestimmt absagen."
4. Differentialdiagnose-Brainstorming
"Ich habe einen unklaren Fall — eine 38-jährige Patientin mit rezidivierendem Druckschmerz im rechten Oberkiefer-Seitenzahnbereich, klinisch keine eindeutige Karies. Ich will sicher sein, dass ich keine Schiene übersehe."
5. Geburtstagsrede für den Schwiegervater
"Mein Schwiegervater wird 75. Ich muss eine kurze Rede halten — und finde keinen Anfang."
6. Den Versicherungsvergleich vorbereiten
"Ich habe drei PKV-Angebote auf dem Tisch. Ich will sie verstehen, bevor ich mit dem Makler spreche."
7. Eine Sprache wiederbeleben
"Ich habe Spanisch im Studium gelernt. Möchte das ohne App nebenbei reaktivieren — pro Tag 10 Minuten."
8. ZFA-Stellenausschreibung formulieren
"Ich brauche eine neue ZFA und finde keine. Vielleicht liegt's auch an meiner alten Anzeige."
9. Erziehungsfrage durchsprechen
"Meine Tochter (13) will ein Smartphone. Ich bin unsicher. Ich brauche Klarheit, bevor wir darüber reden."
10. PDF einer Leitlinie zusammenfassen
"Ich habe eine 60-seitige DGZMK-Leitlinie heruntergeladen. Ich brauche das in 5 Minuten als Update."
Häufige Anfängerfehler und ihre Korrektur
"Es kam Quatsch raus." → Sie haben zu wenig Kontext gegeben
"Es war zu lang." → Geben Sie ein Wortlimit vor
"Es klingt wie KI." → Sagen Sie, wie es nicht klingen soll
"Die Fakten waren falsch." → Bei medizinischen Fakten Websuche aktivieren oder anders prompten
"Es hat zu viel angenommen." → Stoppen Sie und fragen Sie nach
Iteration: 70 % in einer Minute → 95 % in zehn
Erwarten Sie nicht, dass die erste Antwort perfekt ist. Das ist sie selten. Aber: Sie kommen mit 4–5 kurzen Folgekommentaren extrem nah ans Ziel. Beispiel-Iteration:
Es ist nicht "der perfekte Prompt". Es ist die Bereitschaft, in 3–4 Schritten zu iterieren. Wer das einmal verinnerlicht, hat Claude wirklich verstanden.
Projects — Ihre eigenen Räume für wiederkehrende Themen.
Ein Chat ist wie ein einzelnes Gespräch im Aufzug. Ein Project ist wie ein eigenes Sprechzimmer: derselbe Stil, dieselben Unterlagen auf dem Tisch, dieselben Regeln — jedes Mal, wenn Sie es betreten. Sie müssen nicht jedes Mal alles erklären.
"Ich schreibe Claude jedes Mal von Neuem: 'Antworte im Stil meiner Praxis, kurz, du-haltig mit den Patienten, immer mit Hinweis auf Rücksprache, kein Fachjargon.' Das nervt nach dem zehnten Mal. Es muss doch einen Weg geben, das einmal zu hinterlegen."
Den gibt es. Er heißt Project.
Chat vs. Project — der entscheidende Unterschied.
Project
- Für wiederkehrende Themen ("Patientenkommunikation")
- Eigene Anweisungen, einmal hinterlegt
- Eigene Dateien (z. B. Praxis-Leitlinien), Claude hat sie immer "auf dem Tisch"
- Alle Chats darin haben dieselben Vorgaben
- Sie öffnen das Project — und arbeiten sofort los
Normaler Chat
- Einmalige, isolierte Fragen
- Sie müssen jedes Mal Kontext geben
- Keine "eigene Bibliothek"
- Jeder Chat startet bei null
- Gut für Spontanes, schlecht für Wiederkehrendes
Wichtig: Innerhalb eines Projects haben Sie immer noch beliebig viele einzelne Chats. Das Project ist nicht "ein einziges, ewiges Gespräch", sondern ein Rahmen, in dem alle Gespräche dieselben Spielregeln und denselben Hintergrund teilen.
Drei Bausteine — mehr braucht es nicht.
Project-Instructions ("Spielregeln")
Ein Textfeld, in dem Sie Claude dauerhaft sagen, wie er sich in diesem Project verhalten soll: Rolle, Ton, Sprache, Länge, Formate, Tabus. Das ist kein einmaliger Prompt — Claude liest diese Anweisungen bei jedem Chat im Project automatisch mit. Ein guter Project-Instruction-Text ist 100–400 Wörter lang.
Knowledge Base ("Bibliothek")
Dateien, die Claude in jedem Chat des Projects "auf dem Tisch" hat: Ihre Praxis-Leitlinien, ein eigener Stilguide, FAQs, Vorlagen, Aufklärungstexte, eine Vokabel-Liste. Bei Pro/Max werden große Dateien automatisch durchsuchbar gemacht (RAG).
Chats ("die eigentliche Arbeit")
Jedes Gespräch, das Sie im Project führen, ist sichtbar gespeichert. Sie können jederzeit zurückspringen. Verschiedene Chats teilen sich aber keine Erinnerungen — jeder Chat startet "frisch" mit dem Hintergrundwissen aus Bausteinen 1 und 2.
Project-Instructions sind eine spezielle Form von "System Prompt", nur projektbezogen. Das gilt zusätzlich zu Ihren Profil-Einstellungen (die für alles gelten). Wenn beide existieren, ergänzen sie sich. Die Profil-Einstellungen sagen "so bin ich", die Project-Instructions sagen "in diesem Raum arbeite ich an X".
Project anlegen — in 4 Klicks.
Linke Seitenleiste → "Projects"
Klicken Sie in der linken Spalte auf den Menüpunkt Projects (oder
gehen Sie direkt zu claude.ai/projects). Sie sehen entweder eine leere
Übersicht (am Anfang normal) oder Ihre bisherigen Projekte.
Oben rechts → "+ New Project"
Geben Sie einen Namen ("Patientenkommunikation Zahnarztpraxis") und optional eine Beschreibung ein. Beides ist nur für Sie sichtbar, hat aber keinen Einfluss auf Claude.
Project-Instructions eintragen
Auf der Hauptseite des Projects sehen Sie ein Eingabefeld "Instructions" oder "Set custom instructions". Hier kommt der Text rein, den wir unten in den Vorlagen vorbereitet haben — copy & paste.
Knowledge Base füllen (optional, aber stark empfohlen)
Auf der rechten Seite der Project-Hauptseite gibt es einen Bereich "Project knowledge". Über das +-Symbol laden Sie Dateien hoch (PDF, DOCX, TXT, CSV — bis 30 MB pro Datei). Beispiele weiter unten.
Klicken Sie jetzt in einen Chat innerhalb dieses Projects. Stellen Sie eine Frage, die in den Kontext passt — und beobachten Sie, wie Claude Ihre Vorgaben und Dateien automatisch berücksichtigt, ohne dass Sie etwas wiederholen müssen.
Fünf fertige Projekt-Vorlagen für Ärzte
Jede Vorlage besteht aus einem Namen, einer Project-Instruction (zum Kopieren) und einem Vorschlag, welche Dateien in die Knowledge Base gehören.
🩺 Patientenkommunikation Zahnarztpraxis
Für alle Aufklärungstexte, Patienteninfos, Antwortmails und Erklär-Briefe. Claude spricht hier wie Sie schreiben würden — wenn Sie unbegrenzt Zeit hätten.
Project Instructions (kopieren)
Knowledge Base — was hochladen?
- Ihre bestehenden Aufklärungstexte (als Stilvorbild — vorher anonymisieren)
- Eine Liste mit "verbotenen Begriffen", die Sie in Patientenpost nie sehen wollen
- Optional: eine Datei mit häufigen Patientenfragen und Ihren Standardantworten
📚 Fortbildung & Literaturüberblick
Studien zusammenfassen, Leitlinien verstehen, neue Empfehlungen in zwei Absätze komprimieren. Claude wird hier zu Ihrem persönlichen, kritischen Lektor.
Project Instructions (kopieren)
Knowledge Base — was hochladen?
- PDFs aktueller Leitlinien (DGZMK, AWMF) — soweit öffentlich
- Eine Liste mit Ihren Indikationsschwerpunkten ("Kardiovaskuläres Risiko", "Periimplantitis", "Endodontie")
- Eigene Notizen aus früheren Fortbildungen als "Vokabular"
📣 Praxis-Außenkommunikation
Webseite, Google-Profil, Newsletter, Anrufbeantwortertexte, Stellenanzeigen, Aushänge — Sie wollen wirken wie eine moderne, aufmerksame Praxis, nicht wie 1998.
Project Instructions (kopieren)
Knowledge Base — was hochladen?
- Ihre aktuelle Webseite als PDF oder Screenshots
- Eine Liste mit Praxis-Leistungen, Sprechzeiten, Team
- Beispiele für Texte, die Ihnen aus anderen Praxen gefallen (URL als Notiz)
- Eine kurze "Marken-DNA" (10–15 Stichworte: "Zeit, Zuhören, ehrlich, Berlin, Zahnarzt, lokal, kein Esoterik-Quatsch…")
🌍 Familienleben & Reisen
Urlaubsplanung, Wochenendaktivitäten, Geburtstagsplanung, Familienkalender, Schulkommunikation. Der Project-Bereich, in dem Sie nicht Arzt sind, sondern Vater oder Partner.
Project Instructions (kopieren)
Knowledge Base — was hochladen?
- Eine Liste der wichtigsten Familientermine im Jahr (Schulferien, Geburtstage, Feiertage)
- Eine kurze Notiz mit Lieblingsorten ("Wir lieben Südtirol, Ostsee, Schwarzwald, Italien…")
- Allergien / Unverträglichkeiten der Familie
- Ein paar Beispielfotos mit Tagesplänen, die früher gut geklappt haben
🏠 Behörden, Versicherungen, Verträge
Briefe an Krankenkasse, Steuerberater, Versicherung. Verträge verstehen. Auf unverschämte Forderungen sachlich, aber bestimmt antworten. Der Bereich, der jeden Sonntagabend Kraft kostet.
Project Instructions (kopieren)
Knowledge Base — was hochladen?
- Ihren aktuellen Briefkopf / Adresse
- Eine Liste der Akten- und Vertragsnummern, mit denen Sie regelmäßig zu tun haben
- Eine "Hall of Fame" eigener Briefe, die einmal sehr gut funktioniert haben
Fünf Faustregeln für gute Projects
1. Lieber 5 spezifische als 1 großes
Ein Project pro klar abgegrenztem Kontext. "Praxiskommunikation" und "Familie" gehören nicht in dasselbe Project, sonst verwischen sich Ton und Stil.
2. Project-Instructions sind ein lebendes Dokument
Aktualisieren Sie sie alle 3–5 Chats. Wenn Sie merken: "Das passt mir nicht" — nehmen Sie es in die Instructions auf. Das wird über die Zeit immer besser.
3. Verbote sind oft wirksamer als Gebote
"Niemals Fachjargon ohne Übersetzung", "Nie länger als 200 Wörter" — solche Negativ-Regeln funktionieren bei Claude oft besser als positive Vorgaben.
4. Knowledge Base lieber knapp, dafür aktuell
10 saubere, gut benannte Dateien sind mehr wert als 50 chaotische. Räumen Sie alle 1–2 Monate auf.
5. Niemals identifizierbare Patientendaten
Auch in der Knowledge Base nicht. Erstellen Sie Beispieldateien mit fiktiven Personen. Details im Datenschutz-Kapitel.
6. Pro / Max / Team unterstützt RAG
Bei Pro+ kann Claude auch in sehr großen Wissensbasen finden, was gerade gebraucht wird. Auf Free ist die Wissensbasis kleiner — reicht für Anfänger trotzdem.
System Prompts — Claude einarbeiten, ein für alle Mal.
Ein System Prompt ist die "Stellenbeschreibung" für Claude. Eine Art Onboarding-Brief an einen neuen Mitarbeiter, der ihm sagt: "So arbeitest du für mich. Das ist die Rolle. Das sind die Regeln. So spreche ich. Das tust du nie. Das tust du immer." Einmal geschrieben — dauerhaft wirksam.
"Es gibt zwei Sorten Antworten, die ich von Claude bekomme. Antworten, die ich sofort verwenden kann — und Antworten, die ich erst noch in 'meine Sprache' umschreiben muss. Ich möchte, dass es nur noch Antworten der ersten Sorte gibt."
Das ist exakt, wofür System Prompts gemacht sind.
Drei Arten von Anweisungen — und warum das wichtig ist.
Profil-Einstellungen
Gelten überall. Hier sagen Sie Claude, wer Sie sind und wie Sie arbeiten — unabhängig vom Thema. Beispiel: "Schreibe knapp, vermeide Floskeln, ich bin Arzt".
Project Instructions
Gelten nur in einem Project. Hier sagen Sie Claude, wie er sich für ein bestimmtes Thema verhalten soll — z.B. "Patientenkommunikation". Wir haben das im Projects-Kapitel behandelt.
Chat-Prompt
Gilt nur für diesen einen Chat. Das ist Ihre eigentliche Frage. Sie ergänzt die zwei oberen Ebenen, ohne sie zu überschreiben.
Claude liest immer alle drei — Profil zuerst, dann Project, dann Chat. So bekommen Sie das beste aus allen Welten: dauerhafte Grundregeln + kontextspezifische Vorgaben + spontane Anfrage.
Die Profil-Einstellungen — Ihr Universal-System-Prompt
In den Einstellungen oben rechts → "What should Claude call you?" und "What should Claude know about you?". Hier kommt der wichtigste Text, den Sie schreiben werden — er gilt für jedes Gespräch, jedes Project, jeden Kontext. Eine fertige, gut funktionierende Vorlage:
Schreiben Sie in die Profil-Einstellungen nicht projektspezifische Dinge wie "Du bist Marketing-Texter für meine Praxis". Das gilt sonst auch, wenn Sie nach Restaurantvorschlägen fragen — und Claude wird verwirrt antworten. Projektspezifisches kommt in Project Instructions, nicht ins Profil.
Sieben Bausteine, aus denen jeder gute System Prompt besteht
Sie müssen nicht alle sieben benutzen. Aber je mehr Sie davon abdecken, desto präziser wird Claudes Verhalten. Reihenfolge im System Prompt: in dieser Folge.
Rolle & Zweck
"Du bist…" — eine klare Funktionsbeschreibung. "Du bist mein Co-Autor für Aufklärungstexte in einer Zahnarztpraxis." Vermeiden Sie zu generische Rollen ("Du bist ein hilfreicher Assistent" hilft Claude nicht).
Zielgruppe / Kontext
Für wen schreibt oder denkt Claude eigentlich? "Die Empfänger sind Patientinnen und Patienten zwischen 30 und 80 Jahren, gemischter Bildung, viele lesen schnell und nebenbei." Ohne diesen Punkt kommt am häufigsten der falsche Ton.
Ton & Stil
Konkret und einklagbar. Statt "freundlich" lieber "höflich, aber direkt; aktive Verben; Sätze unter 18 Wörter; keine Werbefloskeln". Lieber 5 spezifische Regeln als 20 vage.
Inhaltliche Regeln (Gebote)
Was Claude inhaltlich immer tun soll. "Jeder Text endet mit einem klaren nächsten Schritt für die Patientin." "Bei medizinischen Empfehlungen immer 'bei Unsicherheit bitte vorher in der Praxis melden' ergänzen."
Inhaltliche Tabus (Verbote)
Oft wichtiger als Gebote. "Niemals konkrete Dosierungen ohne meine explizite Vorgabe." "Keine Diagnosen stellen." "Keine Heilversprechen." "Niemals Fachjargon ohne Übersetzung."
Format-Standards
Länge, Struktur, Sprache. "Standardlänge: 120–180 Wörter, außer ich verlange ausdrücklich anderes. Briefe: Anrede, Hauptteil, Grußformel 'Mit freundlichen Grüßen, Ihr Praxisteam Dr. Brehm'."
Selbst-Check vor jeder Antwort
Eine kleine "Pre-Flight-Checkliste", die Claude vor jeder Antwort mental durchgeht. "Habe ich eine Aussage gemacht, die ich nicht aus der Quelle belegen kann?", "Habe ich Fachjargon ohne Übersetzung benutzt?", "Endet der Text mit einem nächsten Schritt für die Patientin?" — Drei solcher Fragen verbessern die Qualität spürbar.
Claude schreibt Ihren System Prompt — für Sie.
Sie müssen das alles nicht selbst formulieren. Eine der elegantesten Anwendungen: Lassen Sie Claude den System Prompt für Sie entwerfen. Folgender Meta-Prompt — einfach in einen normalen Chat einfügen — liefert Ihnen einen maßgeschneiderten Vorschlag.
Sie geben den Kontext, Claude leitet das Gespräch. Nach 5–10 Minuten Dialog haben Sie einen System Prompt, der zu Ihnen passt — viel besser als jede generische Vorlage. Wenn er nicht perfekt ist, sagen Sie einfach: "Verschärfe Punkt 3, der ist mir zu weich. Ergänze einen Punkt zu X." Iteration ist Teil der Methode.
Sechs fertige System Prompts
Jeder ist sofort einsatzbereit. Kopieren, ins Profil oder in ein Project einsetzen, an einer Stelle leicht anpassen — fertig.
Aufklärungstext-Assistent
Für alle Patienteninfos, Beipackzettel, Eingriffs-Aufklärungen und schriftlichen Erklärungen.
Arztbrief-Entwurfshelfer (vollständig anonymisiert)
Wichtig: dieser Prompt arbeitet ausschließlich mit fiktiven oder anonymisierten Fällen. Echte Patientendaten gehören nicht in Claude (außer Claude for Work mit AVV). Lesen Sie das Datenschutz-Kapitel.
Literatur- & Leitlinien-Zusammenfasser
Für die Wochenend-Fortbildung. Sie geben eine Studie oder Leitlinie als PDF / Text / Link, Claude liefert die zahnärztlich relevante Zusammenfassung in einer halben Seite.
Praxis-Marketing-Texter
Webseite, Google-Profil, Aushänge, Stellenanzeigen, Anrufbeantworter-Texte. HWG-bewusst, ohne Werbe-Floskeln.
Familien-Reiseplaner
Für Urlaubsplanung mit Familie, Wochenendausflügen, Anreise-Logistik.
Behörden- & Versicherungsbriefe
Sachliche, präzise Schreiben — höflich, aber bestimmt. Nie drohend, nie unterwürfig.
System Prompts sind nie fertig.
Ihr erster System Prompt wird okay sein. Der dritte wird gut. Der zehnte wird Sie überraschen. Drei Tipps für die Iteration:
1. Notieren, was nervt
Jedes Mal, wenn Sie eine Antwort umschreiben müssen — kurz markieren, was nicht passte. Nach 5 solchen Momenten haben Sie 5 neue Regeln für Ihren System Prompt.
2. Verbote sind oft wirksamer als Gebote
"Niemals Konjunktiv" funktioniert besser als "Schreibe konkret". Negative Anker treffen Claude präziser.
3. Claude verbessert seinen eigenen Prompt
Sagen Sie: "Hier ist mein aktueller System Prompt. Lies ihn, dann zeige mir fünf konkrete Schwächen — und mache je einen Verbesserungsvorschlag."
System Prompts sind das, was den Unterschied macht zwischen "Claude ist ein netter Spielzeugroboter" und "Claude ist mein zuverlässigster Mitarbeiter". Jeder gute Workflow steht und fällt mit einem guten System Prompt.
Artifacts — wenn Claude einen Anhang baut.
Manchmal antwortet Claude im Chat. Und manchmal öffnet sich rechts daneben ein zweites Fenster mit einem fertigen Dokument, einer Checkliste oder einem Diagramm — sauber formatiert, herunterladbar, weiter editierbar. Das sind Artifacts. Sie ändern, wie Sie mit Claude arbeiten.
"Ich habe Claude gebeten, mir eine Checkliste für die Vorsorge-Untersuchung U9 zu erstellen. Plötzlich erscheint rechts neben dem Chat ein eigenes Dokument — formatiert, mit Checkboxen, zum Herunterladen bereit. Das war neu. Und genau das, was ich gebraucht habe."
Stellen Sie sich Artifacts vor wie einen Anhang in einer E-Mail.
Im Chatfenster sprechen Sie mit Claude — wie in einem Chat. Wenn Claude Ihnen aber ein Dokument übergibt — eine Checkliste, einen Brief, eine Tabelle, ein Diagramm — dann landet das nicht im Gespräch, sondern in einem eigenen Fenster rechts daneben. Das ist das Artifact.
Damit das Dokument lesbar bleibt. Ein zwanzigseitiger Brief in einer Chatzeile wäre unleserlich. Ein Diagramm in Klartext wäre Quatsch. Artifacts sind Claudes Weg zu sagen: "Das hier ist kein Gespräch mehr — das ist ein Ergebnis. Schau es dir an, ändere es, lade es runter."
Chat-Antwort
Kurz, dialogisch, geht im Gespräch unter. Drei Absätze über Vor- und Nachteile einer Therapie. Sie lesen, antworten, weiter.
Artifact
Eigenständiges Dokument. Sie können es kopieren, herunterladen, weiterleiten — und in der nächsten Nachricht sagen: "Mach den Abschnitt zur Nachsorge länger." Claude ändert nur diesen Abschnitt.
Wann Claude einen Artifact erstellt — und wann nicht.
Claude entscheidet selbst. Aber es gibt klare Muster. Wenn Ihre Anfrage eines der folgenden Merkmale hat, ist die Chance hoch, dass ein Artifact entsteht:
Länge
Das Ergebnis wird länger als ~15 Zeilen oder 1.500 Zeichen. Beispiel: "Schreibe einen Patienten-Brief von zwei Seiten."
Struktur
Sie verlangen ein klar gegliedertes Dokument — Checkliste, Tabelle, Brief, Bericht. Beispiel: "Erstelle eine Checkliste für die Hygieneschulung."
Wiederverwendung
Sie wollen das Ergebnis später wiederverwenden, kopieren oder als Datei speichern. Beispiel: "Mache eine Vorlage für den Aufklärungsbogen."
Visualisierung
Sie wollen ein Diagramm, eine Tabelle oder einen Ablaufplan. Beispiel: "Zeige mir den Therapieablauf als Flussdiagramm."
Schreiben Sie einfach: "Mache das als Dokument." oder "Erstelle das als Artifact zum Herunterladen." Claude versteht das.
Fünf Arten von Artifacts, die für Sie relevant sind.
Briefe, Berichte, Aufklärungstexte
Das ist der häufigste Typ. Sauber formatiert mit Überschriften, Absätzen, Listen. Können Sie als Word oder Markdown herunterladen, kopieren, weiterverwenden.
Strukturierte Listen, Vergleiche
Wenn Sie etwas vergleichen oder auflisten — Medikamentenwechselwirkungen, Therapieoptionen, Diagnose-Differenzierung — entsteht oft eine Tabelle. Lesbar, kopierbar in Excel.
Flussdiagramme, Ablaufpläne
"Zeige mir den Ablauf der U9-Untersuchung als Diagramm" — Claude baut ein visuelles Schema, das Sie ausdrucken oder in eine Präsentation einbetten können.
Rechner, Quizze, interaktive Hilfen
Claude kann auch einfache interaktive Werkzeuge bauen — zum Beispiel einen BMI-Rechner für die Praxis-Website oder einen kleinen Symptom-Selbsteinschätzer. Direkt im Browser nutzbar.
Einfache HTML-Seiten, Vorlagen
Für die eigene Praxis-Website oder ein Anschreiben mit Briefkopf — Claude kann eine fertige HTML-Seite ausgeben. Sie sehen die Seite rechts gerendert, können sie testen und herunterladen. Das ist die Profi-Ebene; für den Anfang reichen Text-Artifacts völlig.
Artifact-Prompts zum sofortigen Mitnehmen.
Kopieren, einsetzen, anpassen. Alle Prompts triggern verlässlich ein Artifact, weil sie strukturiert genug sind.
1 — Patienten-Info-Blatt zur Diagnose XY
Ein einseitiges Info-Blatt, das Sie Patienten mit einer neuen Diagnose mitgeben können. Verständlich, beruhigend, ohne Fachjargon.
Claude kann auch beim Klassiker etwas falsch oder ungenau schreiben. Sie bleiben verantwortlich für den medizinischen Inhalt.
2 — SOP-Checkliste für die Praxis
Eine wiederverwendbare Checkliste — zum Beispiel für die monatliche Hygieneschulung, die Notfallausrüstung oder das Auffüllen der Untersuchungsräume.
3 — Behandlungspfad als Flussdiagramm
Ein visueller Ablauf — gut für die Patientenkommunikation, ZFA-Schulung oder als Aushang im Wartezimmer.
4 — Packliste für den Familienurlaub
Eine vollständige, nach Personen sortierte Packliste — schon einmal als Artifact, einmal angepasst, dann steht sie für die nächsten zehn Urlaube.
5 — Wochenmenü-Planer als Tabelle
Sieben Tage, drei Mahlzeiten, mit Einkaufsliste am Ende — exakt das, was sonntagabends nervt.
6 — Kleiner BMI-Rechner für die Praxis-Website
Ein einfaches, interaktives Werkzeug, das Sie auf Ihrer Praxis-Website einbinden können. Patienten geben Größe und Gewicht ein und sehen unmittelbar das Ergebnis.
Claude schreibt den Code. Sie sehen das fertige Werkzeug direkt im Artifact-Fenster, können es ausprobieren und herunterladen. Ihr Webmaster oder Praxis-Dienstleister bekommt die Datei und bindet sie ein.
Mit Artifacts arbeiten — editieren, teilen, speichern.
-
Iterativ verbessern
Sagen Sie einfach: "Mach den Abschnitt 'Nachsorge' länger." oder "Streiche das medizinische Vokabular aus Punkt 3." Claude ändert nur das Gewünschte, der Rest bleibt stehen.
-
Herunterladen oder kopieren
Über das Menü oben rechts am Artifact: als Markdown, Word, PDF herunterladen. Oder den gesamten Text per Klick in die Zwischenablage legen und in Ihr Praxisverwaltungssystem einfügen.
-
Teilen mit einem Link
Sie können Artifacts auch per Link an Kollegen schicken. Vorsicht: Das Artifact ist dann öffentlich sichtbar für jeden mit dem Link — niemals patientenbezogene Inhalte teilen.
-
Im Chat referenzieren
Sie können sich im laufenden Gespräch weiter auf das Artifact beziehen: "Schreibe eine kürzere Version des Patientenbriefs für unsere E-Mail-Antwort." Claude weiß, welches Dokument gemeint ist.
Drei Fallstricke, die Sie kennen sollten.
So funktioniert es gut
- Klar sagen, was im Dokument stehen soll — Gliederung, Länge, Zielgruppe.
- Iterativ ändern lassen ("nur Abschnitt 2 umschreiben").
- Vor dem Versenden alles durchlesen.
- Patientendaten vor Eingabe anonymisieren.
So geht es schief
- Den Artifact unbesehen ans Patienten-Postfach weiterleiten.
- Bei medizinischen Inhalten auf "Stimmt schon" vertrauen.
- Artifact-Links unbedacht weitergeben (öffentlich!).
- Echte Patientennamen im Prompt nennen.
Alles, was Sie in den Prompt schreiben — auch wenn das Ergebnis im Artifact landet — wird an die Server von Anthropic gesendet. Patientendaten gehören da nicht hinein. Details siehe Datenschutz & Grenzen.
Ab hier wird es konkret: Auf den nächsten Seiten sehen Sie zehn beruflich und zehn privat einsetzbare Anwendungsfälle — jeweils mit fertigem Prompt.
Zehn Anwendungsfälle für die Praxis.
Vom Aufklärungstext bis zum Behördenbrief — zehn Aufgaben, die in jeder Zahnarztpraxis vorkommen, jeweils mit kopierbarem Prompt. Lesen Sie quer, picken Sie sich heraus, was Sie heute brauchen.
1. Keine echten Patientennamen, Adressen, Geburtsdaten, Versicherten-IDs oder Befunde in den Prompt. 2. Vor jedem Versand fachlich gegenlesen — Claude kann fachlich irren. 3. Im Free/Pro/Max-Plan keine medizinischen Daten. Details: Datenschutz & Grenzen.
"Früher habe ich nach Praxisschluss noch zwei Stunden Briefe geschrieben. Jetzt schreibe ich einen Prompt, lese die Antwort, ändere zwei Sätze. Zehn Minuten. Den Rest des Abends sehe ich meine Kinder."
- Aufklärungstext patientengerecht umschreiben
- Patienten-E-Mail höflich und klar beantworten
- Dental-Außendienst-Mitarbeiter-Anfrage höflich absagen
- Leitlinie auf einer Seite zusammenfassen
- Studie/Artikel für den Praxis-Alltag verdichten
- Texte für die Praxis-Website
- Stellenanzeige für eine ZFA verfassen
- Anrufbeantworter-Texte für die Praxis
- Fortbildungs-Notizen strukturieren
- Behördenbrief (KZV, Bauamt, Gesundheitsamt)
1 — Aufklärungstext patientengerecht umschreiben
Die offiziellen Aufklärungsbögen der Berufsverbände sind juristisch bombenfest — aber für viele Patienten unverständlich. Claude macht aus einem Fach-Text eine Patienten-Version, die Sie als Ergänzung beilegen.
"Ich kann nicht jedem Patienten zwanzig Minuten erklären, was eine Wurzelkanalbehandlung ist. Jetzt bekommt jeder zusätzlich zur formellen Aufklärung ein einseitiges Verständnis-Blatt — und die Gespräche werden kürzer und besser."
Die Patienten-Version ersetzt den juristisch erforderlichen Original-Aufklärungsbogen nicht. Sie ist eine Verstehenshilfe — und sollte das auf der Seite auch klar so vermerkt sein.
2 — Patienten-E-Mail höflich und klar beantworten
Patienten schreiben oft lang und emotional. Sie antworten kurz und sachlich. Claude überbrückt diese Differenz, ohne kühl zu klingen.
"Ich entscheide, was inhaltlich rauskommt. Claude sorgt dafür, dass es sich nicht so anhört wie ein Verwaltungs-Bescheid."
3 — Dental-Außendienst-Mitarbeiter-Anfrage höflich absagen
Vier Anfragen pro Woche. Jede einzeln zu beantworten kostet Zeit. Mit einem Project und einem System Prompt eine Sache von dreißig Sekunden.
Wenn das öfter vorkommt — was meistens der Fall ist — legen Sie ein Project "Außenkommunikation" mit System Prompt an. Dann genügt im Chat: "Absage Dental-Außendienst." Claude weiß den Rest. Siehe Projects.
4 — Leitlinie auf einer Seite zusammenfassen
Eine S3-Leitlinie hat oft 200 Seiten. Sie haben zehn Minuten. Claude macht aus der vollständigen Leitlinie eine Praxis-Zusammenfassung — die Sie gegen Ihre Erinnerung an die Original-Leitlinie abgleichen.
Hilfreich, aber kein Ersatz für das Original. Bei jedem konkreten Patientenfall, der davon abhängt: Leitlinie selbst öffnen, die relevante Stelle nachschlagen. Claude kann fehlinterpretieren oder Details auslassen.
5 — Studie/Artikel für den Praxis-Alltag verdichten
Sie haben eine Studie aus dem Deutschen Ärzteblatt oder dem NEJM offen. Vierzig Seiten. Frage: Verändert das, wie ich am Montag praktiziere?
6 — Texte für die Praxis-Website
Die meisten Praxis-Websites lesen sich, als wären sie 2008 vom Sohn der ZFA gebaut worden. Mit einer Stunde Claude-Arbeit entsteht ein kompletter Text-Korpus für eine professionelle Praxis-Seite.
7 — Stellenanzeige für eine ZFA verfassen
Stellenanzeigen, die wirken, klingen nicht nach Verwaltung — sondern nach einem Ort, an dem man arbeiten will. Claude kann das, wenn Sie ehrlich beschreiben, wofür Ihre Praxis steht.
8 — Anrufbeantworter-Texte für die Praxis
Der eine Text für die normalen Öffnungszeiten. Der eine für die Urlaubszeit. Der eine für Mittwoch-Mittag. Der eine für den Notfall. Alle einmal sauber geschrieben, klar gesprochen, ohne Stolper-Sätze.
9 — Fortbildungs-Notizen strukturieren
Drei Tage Kongress, fünfundzwanzig Vorträge, hundert handschriftliche Notizen. Claude macht daraus etwas, das Sie in vier Wochen noch verstehen.
Sie können Ihre handschriftlichen Notizen einfach abfotografieren und das Foto an Claude hochladen. Claude liest die Schrift, übersetzt sie in Text und strukturiert sie nach dem obigen Schema. Funktioniert erstaunlich gut — solange die Schrift nicht ganz unleserlich ist.
10 — Behördenbrief (KZV, Bauamt, Gesundheitsamt)
Ein Brief, der angemessen formell klingt, sachlich präzise ist und nichts verspricht, was Sie nicht halten können.
Speichern Sie diese Seite als Lesezeichen. Beim ersten Einsatz dauert jeder Fall vielleicht zehn Minuten — beim dritten Mal sind es drei. Die Zeit, die Sie damit gewinnen, lohnt jede Lernkurve.
Zehn Anwendungsfälle fürs Privatleben.
Reiseplanung, Behördenbrief, Hausaufgabenhilfe, Geburtstagsgedicht, Wochenmenü. Zehn alltägliche Situationen, in denen Claude Ihnen zwei Abende pro Woche zurückgibt — jeweils mit fertigem Prompt.
"Meine Frau hat mich gefragt, was ich da am Laptop mache. Ich habe gesagt: 'Ich plane den Urlaub.' Sie hat geantwortet: 'Du planst nie den Urlaub.' Vierzig Minuten später hatten wir einen kompletten Reiseplan für Südtirol. Ich habe seither auch den Spielzeug-Geburtstag geplant. Und das Wochenmenü."
- Familien-Urlaub komplett planen
- Wochenmenü-Plan mit Einkaufsliste
- Hausaufgabenhilfe für die Kinder
- Geschenke-Ideen für schwierige Anlässe
- Geburtstags-Rede oder -Gedicht schreiben
- Brief an Steuerberater oder Versicherung
- Auto-Verkaufs-Anzeige formulieren
- Heimwerker-Anleitung Schritt für Schritt
- Brief an Schule / Klassenlehrer
- Hobby-Recherche (Wein, Fahrrad, Reise)
Hier dürfen Sie freier denken. Aber: Auch privat keine Bank-PINs, Steuer-IDs, Passwörter oder Gesundheitsdaten Ihrer Familie in Claude eingeben. Das bleibt eine harte Linie — siehe Datenschutz & Grenzen.
1 — Familien-Urlaub komplett planen
Vom Reiseziel bis zum Tagesablauf. Claude liefert einen kompletten Entwurf, den Sie dann an Ihre Vorlieben anpassen.
"Ich hasse Reiseplanung. Meine Frau hasst, dass ich Reiseplanung hasse. Claude hat unser Eheproblem gelöst."
Claude kennt viele Orte aus seinen Trainingsdaten — aber Restaurants schließen, Öffnungszeiten ändern sich. Vor der Buchung kurz online verifizieren oder Claude bitten, die Web-Suche zu nutzen (Funktion in Claude.ai aktivierbar).
2 — Wochenmenü-Plan mit Einkaufsliste
Sonntagabend, 19 Uhr. Die immergleiche Frage: "Was kochen wir nächste Woche?" Claude beantwortet sie in dreißig Sekunden.
3 — Hausaufgabenhilfe für die Kinder
Sie sind Zahnärztin. Ja, Ihr Mann ist Mathelehrer — aber heute auf Klassenfahrt. Ihr neunjähriger Sohn braucht Hilfe beim Bruchrechnen. Claude erklärt es so, wie eine gute Lehrerin es täte — geduldig, kindgerecht, ohne Bequemlichkeit.
Wenn Sie neben dem Kind sitzen und Ihr Kind tippt selbst die Antworten ein, lernt es nicht nur den Stoff, sondern auch einen guten Umgang mit KI: nachfragen, nicht alles glauben, eigene Lösung zuerst versuchen.
4 — Geschenke-Ideen für schwierige Anlässe
Schwiegermutter wird 75. Kollegin geht in Rente. Die dreizehnjährige Tochter einer Bekannten hat Geburtstag. Claude liefert keine Allerwelts-Ideen, sondern konkrete Vorschläge, wenn Sie konkret beschreiben.
5 — Geburtstags-Rede oder -Gedicht schreiben
Sie müssen morgen die Rede zur Goldenen Hochzeit der Eltern halten. Oder ein Gedicht für die Tochter zum Geburtstag. Claude schreibt nicht für Sie — Claude liefert einen guten Entwurf, den Sie in Ihre Stimme bringen.
6 — Brief an Steuerberater oder Versicherung
Sie wollen klar verstanden werden — ohne stundenlanges Hin und Her per E-Mail.
Keine Steuer-ID, kein Kontosaldo, keine Versicherungsnummer. Halten Sie es allgemein — den Brief füllen Sie selbst mit den konkreten Zahlen aus, bevor Sie ihn abschicken.
7 — Auto-Verkaufs-Anzeige formulieren
Eine Anzeige, die nicht nach "händischer Privatverkauf" aussieht — sondern sachlich, vertrauenswürdig, vollständig.
8 — Heimwerker-Anleitung Schritt für Schritt
Lampe aufhängen. Waschmaschine anschließen. Bohren in Betonwand. Claude gibt Ihnen eine vorsichtige, korrekte Anleitung — und sagt klar, wo Sie einen Profi rufen sollten.
Claude kennt die Theorie. Aber Ihr Altbau, Ihre konkrete Leitung, Ihre tatsächliche Sicherungssituation kennt nur Sie und ein Elektriker. Im Zweifel: Anleitung lesen, dann anrufen.
9 — Brief an Schule oder Klassenlehrer
Krankmeldung über mehrere Tage. Antrag auf Befreiung für einen Familien-Anlass. Konstruktive Antwort auf eine Schulmitteilung, mit der Sie nicht einverstanden sind.
10 — Hobby-Recherche (Wein, Fahrrad, Auto, Reise)
Sie interessieren sich seit zwei Jahren halbwegs ernsthaft für Wein. Aber Sie wollen kein Sommelier werden — Sie wollen wissen, welchen Pinot Noir Sie zum nächsten Familienessen mitbringen, ohne sich zu blamieren.
Wenn Sie ehrlich beschreiben, wo Sie stehen — Anfänger, mittel, fortgeschritten — bekommen Sie keine Lehrbuch-Antwort, sondern eine persönliche Empfehlung. Funktioniert für Wein, Fahrräder, Kameras, Bücher, Reiseziele, Whisky, Klassische Musik, Wanderrouten.
Datenschutz, DSGVO und die Grenzen von Claude.
Diese Seite ist nicht optional. Wenn Sie in der Praxis mit Claude arbeiten, sind Sie verantwortlich — für die Daten, für die Korrektheit, für die Folgen. Hier steht, was Sie wissen müssen. Klar, ohne juristisches Geschwurbel, aber präzise.
Niemals Patientendaten in die Consumer-Versionen von Claude eingeben. Free, Pro und Max sind nicht für Patienten-Bezug gedacht — auch nicht "nur kurz", auch nicht "nur dieser eine Fall". Punkt.
"Ich hatte die Idee, Claude einen Arztbrief abtippen zu lassen — ich hatte ja nur die Diagnose und ein paar Stichworte eingegeben, keinen Namen. Mein Datenschutzbeauftragter hat mich angerufen, bevor ich 'Senden' drücken konnte. Patientendaten sind nicht nur Name und Geburtsdatum. Das war eine wichtige Lektion."
- Welcher Claude-Plan eignet sich wofür?
- Was passiert mit meinen Eingaben?
- Was Sie niemals eingeben dürfen
- Anonymisieren — die praktische Anleitung
- Halluzinationen verstehen
- Ihre ärztliche Verantwortung bleibt
- EU AI Act — was ab August 2026 gilt
- Pre-Use-Checkliste vor jedem Einsatz
- Wann der Datenschutzbeauftragte hinzu muss
Welcher Claude-Plan eignet sich wofür?
Anthropic bietet verschiedene Pläne mit unterschiedlichen vertraglichen Zusicherungen. Für die Verwendung mit Patientendaten ist der Unterschied existenziell.
Free, Pro, Max
Persönliche Konten. Kein Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) verfügbar. Diese Pläne richten sich an Privatpersonen und allgemeine Nutzung.
Für Patientendaten ungeeignet. Auch wenn Sie das Training abschalten (das geht — siehe unten), gibt es keinen Vertrag, der die Anforderungen der DSGVO an einen Auftragsverarbeiter erfüllt.
Erlaubt: Alles ohne Patienten-Bezug. Praxis-Texte, Marketing, Briefe, Recherche, Privates.
Claude for Work (Team, Enterprise)
Geschäfts-Konten mit AVV-Möglichkeit. Anthropic bietet für diese Pläne einen Auftragsverarbeitungs-Vertrag (englisch: DPA — Data Processing Addendum) und zusätzliche Sicherheits- und Compliance-Optionen.
Auch hier: Der AVV allein macht den Einsatz mit Patientendaten nicht automatisch zulässig. Es braucht zusätzlich eine eigene Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA), das OK Ihres DSB und sinnvollerweise eine Beschränkung auf klar definierte Anwendungsfälle.
Empfehlung: Wenn Sie Patienten-Bezug haben wollen, ist Team/Enterprise das Minimum.
Bedingungen, Verträge und Optionen ändern sich. Bevor Sie ein Geschäfts-Konto einrichten, lassen Sie Ihren Datenschutzbeauftragten die aktuellen Vertragsbedingungen und die ergänzenden Garantien von Anthropic prüfen.
Was passiert mit Ihren Eingaben?
-
Übertragung an die Server von Anthropic
Alles, was Sie in den Chat tippen — und alle Dateien, die Sie hochladen — wird verschlüsselt an die Server von Anthropic übertragen. Anthropic ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in San Francisco. Serverstandorte und Sub-Auftragsverarbeiter ergeben sich aus dem aktuellen Stand der Vertragsdokumente, die regelmäßig aktualisiert werden — fragen Sie Ihren DSB nach den jeweils geltenden Versionen.
-
Verarbeitung durch das Modell
Das Modell verarbeitet Ihre Eingabe und generiert eine Antwort. Während dieser Verarbeitung sind Ihre Daten kurzfristig im Arbeitsspeicher der Server vorhanden.
-
Speicherung des Gesprächs (Chat-Historie)
Ihre Chats werden in Ihrem Konto gespeichert, damit Sie später darauf zurückgreifen können. Sie können Chats löschen — das löscht sie in Ihrem Konto. Wie lange sie auf den Servern in Backups oder Logs verbleiben, regelt der Vertrag.
-
Training: Standardmäßig aus, aber prüfen
Anthropic gibt an, dass Eingaben aus Consumer-Konten nicht ohne ausdrückliche Einwilligung zum Trainieren der Modelle verwendet werden. In den Einstellungen ist eine entsprechende Option meist voreingestellt ausgeschaltet. Prüfen Sie das in Ihrem Konto: Settings → Privacy → Help improve Claude. Schalten Sie es bewusst aus — schriftlich dokumentieren.
Sie werden nur nicht in zukünftige Modellversionen eingebacken. Sie liegen aber auf US-Servern. Sie sind technisch erreichbar — für Anthropic, für Sub-Auftragsverarbeiter, im Extremfall für US-Behörden nach dem CLOUD Act. Das ist die Grundlage für die strikte Regel oben.
Was Sie niemals eingeben dürfen.
Diese Liste ist nicht vollständig — aber wenn etwas davon zutrifft, ist klar: nicht in Claude.
Personenbezogene Patienten-Daten
- Name, Geburtsdatum, Adresse
- Versicherten-ID, KV-Nummer
- Telefon, E-Mail
- Foto, Ausweis-Kopie
Medizinische Befunde mit Personen-Bezug
- Originale Arztbriefe
- Labor-Befunde, Bildgebung
- Anamnese-Texte mit Bezug
- Auch indirekte Identifikation (selten + Region + Diagnose)
Eigene sensible Daten
- Passwörter, PINs
- Bank-Daten, Kontoauszüge
- Steuer-IDs, Sozialversicherung
- Vertrauliches Material aus laufenden Verfahren
Praxis-interne Vertraulichkeit
- Personal-Akten der ZFAs
- Gehälter, Verträge mit Bezug
- Vertrauliche Korrespondenz
- Praxis-PVS-Daten
Reicht oft nicht. Eine 47-jährige Patientin aus Berlin-Prenzlauer Berg mit einer seltenen Diagnose ist identifizierbar — auch ohne Name. DSGVO-relevant ist alles, was eine "natürliche Person" identifizieren kann, allein oder in Kombination. Die Faustregel: Im Zweifel ist es ein Personenbezug.
Anonymisieren — so geht's richtig.
Für viele Aufgaben brauchen Sie gar keine Patientendaten. Sie brauchen die Strukturen. So formulieren Sie Anfragen, ohne dass Patienten identifizierbar werden:
So nicht
- "Schreibe einen Brief an Frau Schmidt, geboren 12.4.1962, wegen ihrer Wurzelkanalbehandlung an Zahn 36 letzten Dienstag…"
- "Erkläre mir den Befund: Pat. K.M., 67 Jahre, Periimplantitis Regio 16, Sinusbodenanhebung 2019…"
- "Hier ist der Befund der MKG-Chirurgie — kannst du ihn für die Patientin verständlich übersetzen?"
So besser
- "Schreibe einen Beispiel-Brief an einen typischen Endodontie-Patienten, der vor einem Folgetermin steht — Platzhalter für Anrede und Datum."
- "Erkläre den Befund 'fortgeschrittene Periimplantitis Stadium III' allgemein — welche Therapieoptionen sind üblich?"
- "Hier ist ein anonymisierter Beispiel-Befund (Marker wie [DATUM], [PATIENT], [BEHANDLER]) — bitte schreibe eine patientenverständliche Version mit denselben Platzhaltern."
Die drei Anonymisierungs-Techniken
Platzhalter
Originaltext kopieren, Personen-Bezug durch Marker ersetzen:
[NAME], [GEB-DATUM], [ADRESSE].
Im Ergebnis bleiben die Marker stehen — Sie tragen die echten Daten
erst am Ende manuell ein.
Verallgemeinerung
Statt "Patient K.M., 67 J., aus Berlin-Prenzlauer Berg, mit X" lieber "ein 65-jähriger Patient mit X". Spezifische Identifikatoren raus, klinische Konstellation rein.
Hypothetisierung
"Stell dir folgenden Fall vor: …" — das macht aus einem konkreten Fall ein Lehrbeispiel. Das Modell antwortet auf das Beispiel; Ihre Klinik-Realität bleibt außen vor.
Ein Aufklärungstext ist allgemein. Ein Praxis-Brief-Muster ist allgemein. Eine Leitlinien-Zusammenfassung ist allgemein. Patienten-Daten sind fast nie nötig — sie schleichen sich nur ein, weil wir gewohnt sind, konkret zu denken.
Halluzinationen — wenn Claude überzeugt falsch ist.
Claude ist ein Sprachmodell. Es generiert plausible Texte, basierend auf statistischen Mustern in Trainingsdaten. Es weiß nichts im menschlichen Sinne. Das hat eine spezifische Konsequenz: Manchmal erfindet Claude Fakten. Sehr überzeugend.
- Erfundene Studienzitate ("Müller et al. 2021 zeigten…") — mit Autor, Journal, Seitenzahl, alle frei erfunden
- Falsche Dosis-Angaben — plausibel, aber außerhalb der Leitlinie
- Falsche Interaktions-Angaben zwischen Medikamenten
- Falsche Leitlinien-Versionen oder veraltete Empfehlungen
- Erfundene ICD- oder OPS-Codes
- Falsche Abrechnungs-Ziffern (GOÄ/EBM)
Wie Sie Halluzinationen erkennen
-
Auffallend spezifische Zitate
Wenn Claude Ihnen eine Studie nennt mit Autor, Journal, Jahrgang und Seite — und es klingt wichtig — googeln Sie sie. Erst dann zitieren oder darauf handeln.
-
Zu glatte Antworten auf schwierige Fragen
Komplexe medizinische Fragen haben oft keine eindeutige Antwort. Wenn Claude trotzdem mit "Die Empfehlung lautet…" klingt: skeptisch werden.
-
Konkrete Zahlen ohne Kontext
"Die Erfolgsrate liegt bei 73 %" — wo kommt diese Zahl her? Über welche Studie, welche Patienten, welche Endpunkte? Fragen Sie nach.
-
Selbstsicherheit ist kein Indikator für Korrektheit
Claude formuliert auch falsche Aussagen so souverän wie richtige. Sie können nicht aus dem Ton der Antwort auf die Korrektheit schließen.
— "Bei medizinischen Aussagen gib bitte immer
die Unsicherheit an: 'gesichert' / 'wahrscheinlich' / 'unklar'."
— "Wenn du dir bei einer Quelle unsicher bist, sag das offen statt zu
raten."
— "Erfinde niemals Studienzitate oder Leitlinien-Verweise. Lieber
'mir liegt keine konkrete Quelle vor'."
Ihre ärztliche Verantwortung bleibt — vollständig.
Auch wenn Sie Claude zur Vorbereitung nutzen, zur Recherche, zum Schreiben — die rechtliche und berufsrechtliche Verantwortung für das, was bei Ihrem Patienten ankommt, bleibt bei Ihnen. Immer.
Behandlungsfehler-Haftung
Wenn ein Patient durch eine falsche Therapieempfehlung Schaden nimmt, haften Sie. Nicht Anthropic. Nicht das Modell. Sie können sich nicht darauf berufen, dass die KI das gesagt hat.
Schweigepflicht (§ 203 StGB)
Wenn Sie patientbezogene Informationen an ein nicht-vertragsgeschütztes KI-System geben, kann das ein Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht sein — strafbewehrt, unabhängig von der DSGVO.
DSGVO-Bußgelder
Bei einem Verstoß gegen DSGVO drohen Bußgelder bis zu 20 Mio. Euro oder 4 % des Jahresumsatzes (für KMUs typischerweise deutlich weniger, aber fünf- bis sechsstellig sind realistisch). Hinzu kommen mögliche Schadensersatz-Forderungen einzelner Patienten.
Berufsrechtliche Konsequenzen
Die Landesärztekammern können bei groben Verstößen gegen Berufsordnung und Datenschutz tätig werden — bis hin zur Approbations-Frage in Extremfällen.
Vieles bekommen Sie schneller und besser. Aber gegenlesen, prüfen, unterschreiben — das machen Sie. Immer.
EU AI Act — was Sie ab August 2026 wissen müssen.
Die EU-KI-Verordnung (EU AI Act) ist seit August 2024 in Kraft und wird schrittweise wirksam. Die meisten allgemeinen Pflichten für nutzende Organisationen greifen ab dem 2. August 2026.
Risiko-Klassen
Der AI Act stuft KI-Systeme in Risiko-Klassen ein. KI im medizinischen Bereich kann je nach Einsatzart von "begrenztes Risiko" bis "hochrisikobehaftet" reichen. Sprachmodelle, die Diagnose- oder Therapie-Entscheidungen treffen oder vorbereiten, sind tendenziell hochrisikobehaftet.
Transparenz-Pflichten
Patienten müssen erkennen können, wenn sie mit einer KI interagieren. KI-generierte Texte, die an Patienten gehen, sollten als solche kenntlich sein — die rechtliche Linie hier ist noch in Bewegung.
Mensch in der Schleife
Bei medizinischen Entscheidungen ist die "menschliche Aufsicht" (human oversight) zwingend. Eine KI darf keine medizinische Entscheidung autonom treffen oder allein vorbereiten — der Arzt muss prüfen, freigeben, verantworten.
Dokumentation
Praxen, die KI substanziell in patientbezogenen Prozessen einsetzen, werden Dokumentations- und Nachweispflichten haben. Welche genau und ab welcher Schwelle — wird im Detail noch in Leitfäden der Aufsichtsbehörden konkretisiert.
Vieles wird durch Durchführungsverordnungen und Leitlinien der EU und der nationalen Aufsichtsbehörden konkretisiert. Behalten Sie das Thema im Blick — über Ihren DSB, Ihre Ärztekammer, die KV.
Zehn-Sekunden-Checkliste vor jedem Claude-Einsatz.
Trainieren Sie sich an, vor jedem Prompt diese fünf Fragen mental durchzugehen. Nach zwei Wochen geht es automatisch.
-
Ist ein Personenbezug drin?
Ein Name, ein Geburtsdatum, eine Adresse, ein Foto, eine Versicherten-ID, eine seltene Diagnose mit Region — irgendetwas, das eine konkrete Person identifizierbar macht? Wenn ja: STOP. Anonymisieren oder gar nicht eingeben.
-
Bin ich im richtigen Plan?
Patientenbezug nur in Claude for Work mit DPA und nach DSB-Freigabe. Allgemeines kann in jedem Plan — solange ohne Personenbezug.
-
Habe ich Training deaktiviert?
Einstellungen → Privacy → "Help improve Claude" → aus. Einmal prüfen, gut ist.
-
Verstehe ich, was Claude antworten wird?
Wenn Sie das Thema fachlich nicht beurteilen können, können Sie auch die Antwort nicht beurteilen. Dann ist Claude für diesen Fall das falsche Werkzeug.
-
Habe ich eine Strategie, die Antwort zu prüfen?
Vergleich mit Leitlinie? Quervergleich mit Kollegen? Eigenes Fachwissen? Wenn die Antwort patientbezogene Konsequenzen haben kann, muss vor dem Handeln eine Prüfung erfolgen.
Wann sollten Sie Ihren Datenschutzbeauftragten konsultieren?
Immer hinzu, wenn:
- Sie einen Claude-Geschäfts-Plan einrichten (Team/Enterprise)
- Sie Claude in einem Prozess einsetzen wollen, in dem Patientendaten vorkommen könnten
- Sie das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (VVT) Ihrer Praxis aktualisieren
- Sie eine DSFA (Datenschutz-Folgenabschätzung) brauchen
- Sie unsicher sind, ob ein konkreter Einsatz zulässig ist
Üblicherweise nicht nötig, wenn:
- Sie privat mit Claude arbeiten (Urlaubsplanung, Brief an den Steuerberater)
- Sie Praxis-Aufgaben ohne Personenbezug machen (Marketing, Stellenanzeige, Anrufbeantworter-Text)
- Sie allgemeine Fortbildung machen, ohne Bezug zu konkreten Fällen
Zahnarzt-Praxen sind häufig nicht zur Bestellung eines DSB verpflichtet (das hängt von Mitarbeiterzahl und Datenverarbeitung ab), tragen aber die Verantwortung selbst. In dem Fall: extern beraten lassen, bevor Sie Claude in patientbezogenen Workflows einsetzen. Es gibt spezialisierte Datenschutzberater für Arztpraxen, oft über die Ärztekammern, KV oder Berufsverbände vermittelt.
Wenn Sie die Pre-Use-Checkliste verinnerlichen, im richtigen Plan arbeiten, Halluzinationen erkennen und Ihre ärztliche Verantwortung bewahren, können Sie Claude sicher und produktiv nutzen. Datenschutz ist kein Hindernis — es ist eine Routine, die Sie schnell verinnerlichen.
In 10 Minuten startklar.
Sie brauchen drei Dinge: einen Browser, eine E-Mail-Adresse, fünf Minuten ungestörte Zeit. Diese Seite führt Sie linear vom Login bis zum ersten produktiven Ergebnis. Kein technisches Vorwissen vorausgesetzt — nur ein bisschen Geduld mit sich selbst beim ersten Mal.
"Ich habe gerade einen Wein eingeschenkt. Ich öffne Claude. Ich habe noch nichts gemacht. Sagen Sie mir genau, was ich anklicken muss — und was ich tippen soll, damit ich nach 10 Minuten weiß, ob mir das was bringt."
Account anlegen — wie eine E-Mail-Adresse, nur in 90 Sekunden.
Sie machen das einmal. Danach loggen Sie sich beim nächsten Mal nur noch ein — genau wie bei jeder anderen Webseite.
Öffnen Sie claude.ai im Browser
Tippen Sie das in die Adresszeile von Chrome, Safari, Firefox oder Edge. Sie landen auf einer Startseite mit zwei Knöpfen: "Sign up" und "Log in". Wenn Sie zum ersten Mal da sind, klicken Sie auf Sign up.
Anmelden — am einfachsten mit Google
Sie können sich mit einer beliebigen E-Mail-Adresse registrieren. Wenn Sie ein Google-Konto haben (Gmail, Google Workspace), klicken Sie auf "Mit Google anmelden" — ein Klick, fertig. Alternativ klassisch über E-Mail-Adresse plus selbstgewähltes Passwort.
Telefonnummer bestätigen
Claude fragt einmalig nach Ihrer Handynummer, um Spam-Accounts zu verhindern. Sie bekommen einen 6-stelligen Code per SMS, geben ihn ein — das war's. Ihre Nummer wird nicht weiterverwendet.
Geburtsdatum & Name angeben
Ein paar Pflichtfelder zur Volljährigkeit und für die Anrede. Beim Namen reicht der Vorname — Sie reden ja mit Claude, nicht mit einem Standesbeamten. Sie können diesen Namen jederzeit später ändern.
Sie sind drin.
Sie sehen jetzt ein weißes Chat-Fenster mit einer freundlichen Begrüßung und einem Texteingabefeld am unteren Rand. Das ist alles. Hier passiert die ganze Magie.
Der Free-Plan reicht für das, was Sie heute machen werden, völlig aus. Sie können mehrere Stunden chatten, bevor Sie überhaupt ein Limit erreichen. Bezahlt wird später — und nur dann, wenn Sie es wirklich brauchen. Mehr dazu unten.
Die Oberfläche — drei Bereiche, mehr nicht.
Lassen Sie sich nicht von Knöpfen ablenken, die Sie heute nicht brauchen. Diese drei Bereiche müssen Sie kennen:
1. Texteingabefeld
Ganz unten in der Mitte. Hier tippen oder fügen Sie Ihre Frage ein. Enter sendet, Shift+Enter macht einen Zeilenumbruch. Hier passiert alles.
2. Linke Seitenleiste
Ihre Historie. Jeder Chat, den Sie geführt haben, bleibt dort gespeichert. Sie können jederzeit darauf zurückkommen. Ein Klick auf "New chat" startet ein frisches Gespräch.
3. Ihre Initialen (oben rechts)
Hier kommen Sie zu den Einstellungen: Plan ändern, Profilangaben, Datenschutz-Optionen. Das brauchen Sie heute nur einmal — wir gehen in Schritt 4 hin.
Es gibt noch ein paar weitere Symbole — für Projekte, Artefakte, Modelle. Die kommen später dran. Heute nutzen Sie nur das Texteingabefeld. Wirklich.
Den ersten Prompt schreiben.
Wir machen es sportlich. Drei Aufgaben, die in den nächsten 5 Minuten einen echten Aha-Effekt geben. Jeden Prompt einfach kopieren, in das Eingabefeld einfügen, Enter drücken — und schauen, was passiert.
Test 1 — Eine Patientenfrage in einfache Sprache übersetzen
Test 2 — Eine E-Mail entwerfen
Test 3 — Etwas Privates: Restaurantvorschläge
Sie haben gerade in drei Bereichen — medizinische Erklärung, geschäftliche Kommunikation, privates Leben — gesehen, was Claude für Sie tun kann. Jetzt richten wir noch ein paar Einstellungen ein, damit das Ganze auch dauerhaft sinnvoll für Sie funktioniert.
Drei Einstellungen, die Sie heute einmal setzen.
Klicken Sie oben rechts auf Ihre Initialen, dann auf Settings (oder "Einstellungen"). Drei Reiter sind wichtig:
Profil-Einstellungen → "What should Claude call you?"
Geben Sie Ihren Vornamen ein und kurz, womit Sie sich beschäftigen. Beispiel: "Zahnärztin mit eigener Zahnarztpraxis in Berlin. Ich nutze Claude für Patientenkommunikation, Recherche und private Themen wie Familie und Reisen." Claude passt seine Antworten dann besser auf Sie an.
Privacy → Training auf "Off"
Im Reiter Privacy finden Sie die Option, ob Anthropic Ihre Chats zum Training neuer Modelle verwenden darf. Stellen Sie das auf Off. Damit landen Ihre Eingaben nicht in zukünftigen Trainingsdaten. (Auf dem Free-Plan ist das wichtig. Auf Team und Enterprise ist es ohnehin standardmäßig deaktiviert.)
Appearance → Dark Mode (optional)
Augen schonen, besonders abends. Persönliche Geschmacksfrage. Keine Bedeutung für die Funktion — nur für die Augen.
Echte Patientendaten gehören trotzdem nie in Claude (jedenfalls nicht in den Consumer-Plänen Free/Pro/Max). Anthropic ist ein US-Anbieter, kein DSGVO-Auftragsverarbeitungsvertrag steht im Free-Plan zur Verfügung. Für die berufliche Nutzung mit Patientenbezug brauchen Sie Claude for Work (Team/Enterprise) mit AVV oder einen anderen Anbieter. Lesen Sie das Datenschutz-Kapitel.
Welcher Plan — und wann?
Beginnen Sie auf Free. Punkt. Nach zwei bis vier Wochen Nutzung wissen Sie selbst, ob Sie aufrüsten. Hier eine ehrliche, kurze Übersicht (Stand 2026):
Free — 0 € / Monat
Für wen: Erstanwender, gelegentliche private Nutzung.
Was Sie bekommen: Claude im Chat, begrenzte Nachrichten pro Tag,
Zugriff auf das aktuelle Modell, einfache Projekte.
Limit-Gefühl: Bei intensiver Nutzung erreichen Sie nach 1–2 Stunden
die Tagesgrenze.
Pro — ca. 20 € / Monat
Für wen: Wer Claude regelmäßig nutzt (mehrmals pro Woche).
Was Sie bekommen: ~5× mehr Nachrichten als Free, unbegrenzte Projekte,
erweiterte Wissensbasis (RAG), längere Konversationen.
Limit-Gefühl: Für die meisten Privatanwender und gelegentliche
Praxisaufgaben (ohne Patientendaten) ausreichend.
Max — 100–200 € / Monat
Für wen: Power-User, die Claude den ganzen Tag offen haben.
Was Sie bekommen: 5×–20× mehr Limits als Pro, Priorität bei
Auslastung.
Limit-Gefühl: Quasi keine. Für die normale Praxisnutzung deutlich
überdimensioniert.
Team / Enterprise
Für wen: Praxis mit Mitarbeitern, die mit Patientenbezug arbeiten.
Was Sie bekommen: Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), keine
Trainingsnutzung Ihrer Daten, Mitarbeiterverwaltung, geteilte Projekte.
Limit-Gefühl: Der einzige Weg für DSGVO-konforme Nutzung mit
tatsächlichen Praxisdaten.
Free für 2 Wochen. Dann auf Pro upgraden, wenn Sie merken, dass Sie Claude regelmäßig nutzen. Erst auf Team wechseln, bevor Sie konkret planen, Claude mit identifizierbaren Praxisdaten einzusetzen — und auch dann nur nach Rücksprache mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Sie sind drin. Was jetzt?
Sie haben das Wichtigste gemacht. Drei Pfade, je nachdem, was Ihnen gerade näher liegt:
Das Chat-Fenster verstehen
Wie man wirklich gute Prompts schreibt — die Anatomie eines hilfreichen Prompts in 4 Schritten.
Zum Chat-KapitelAnwendungen in der Praxis
10 konkrete Szenarien — Arztbrief, Aufklärung, Recherche, Marketing — als fertige Vorlagen.
Praxis-AnwendungenAnwendungen privat
Familie, Urlaub, Geschenke, Behördenbriefe, Hobbys — die unsichtbare Arbeit des Alltags effizienter machen.
Privat-Anwendungen