Claude souverän nutzen — im Vertrieb und beim Aufbau.
Kein Tech-Wissen erforderlich. Keine generischen KI-Phrasen. Dieser Guide zeigt dir visuell, in welcher Reihenfolge und mit über 60 fertig nutzbaren Prompts, wie du Claude vom ersten Tag an für echte Vertriebs- und Aufbauprobleme einsetzt — vom danic.ai-Discovery-Call bis zum YouTube-Skript.
"Seit 4 Jahren mache ich Kandidaten-Search, dazu Dev und Tester-Arbeit. Jetzt starte ich als Sales bei danic.ai, will ins Executive Search Game und drehe parallel Content für Edelmetalle. Drei Hüte, ein Tag — ich brauche Claude als Hebel, nicht als Spielzeug."
Lukas begleitet dich durch jeden Bereich dieses Guides. Jedes Beispiel stammt aus seinem realen Sales-, Recruiting- oder Content-Alltag.
Drei klare Etappen — kein Überfordern
So bauen Sie Schritt für Schritt Sicherheit auf, ohne sich an Tag 1 mit allen Features gleichzeitig zu beschäftigen.
Tag 1 — Erste Erfolge
Account anlegen, das Chat-Fenster verstehen, drei einfache Aufgaben erledigen (danic-Pitch, Cold-Mail, Recherche). Reines Ausprobieren.
Zum StartkapitelWoche 1 — Projekte und Routinen
Eigene "Räume" für Vertrieb, Executive Search und Edelmetall-Content einrichten (Projects). Vorlagen und eigene Schreibweisen einmal hinterlegen — Claude erinnert sich.
Projects entdeckenMonat 1 — Eigene Assistenten
System-Prompts schreiben, eigene "Mitarbeiter" formen — z. B. einen danic-Pitch-Assistenten, einen Cold-Outreach-Texter, einen Edelmetall-Content-Scout.
System-Prompts bauenIn 5 Minuten beeindruckt sein
Drei Prompts, die sofort den Unterschied zeigen. Einfach kopieren, in Claude einfügen, Antwort lesen.
1. Cold-Outreach an einen CTO für danic.ai
2. Schwierige Antwort auf einen kritischen LinkedIn-Kommentar
3. Solo-Städtetrip planen — in einem Wurf
Du musst nicht "richtig" prompten können. Du musst nur sagen, was du willst, für wen, in welchem Ton, in welcher Länge — und an welche Details du typischerweise nicht denkst. Den Rest übernimmt Claude.
Die sechs Bereiche von Claude
Mehr brauchen Sie nicht zu verstehen. Jeder Bereich hat einen klaren Zweck — und eine eigene Seite in diesem Guide.
Chat
Das Hauptfenster. Eine Frage, eine Antwort. Wie ein Gespräch mit einem klugen Kollegen.
Projects
Ein eigener "Raum" für ein wiederkehrendes Thema (z. B. danic-Sales-Outreach). Claude merkt sich Vorgaben und Dateien.
System Prompts
Eine Art "Stellenbeschreibung" für Claude. Definiert dauerhaft Stil, Rolle, Regeln, Tonalität.
Artifacts
Wenn Claude ein "echtes" Dokument, ein Formular, eine Tabelle oder eine kleine Anwendung baut, statt nur zu antworten.
Vertriebs-Anwendungen
Fertige Szenarien für die drei Standbeine: danic.ai Sales, Executive Search, Edelmetall-Content.
Aufbau-Anwendungen
Content-Produktion, Wochenplanung, Steuer, Reisen, Fitness, persönliche Briefe — die unsichtbaren Aufgaben effizienter machen.
Niemals echte, identifizierbare Mandanten-, Kandidaten- oder Kundendaten in Claude eingeben. Nicht den vollen Namen, nicht die E-Mail, nicht die Telefonnummer, nicht den aktuellen Arbeitgeber. Das ist nicht verhandelbar — und es ist auch nicht nötig. Wir zeigen dir in jedem Beispiel, wie du Fälle so beschreibst, dass Claude maximal hilfreich antwortet, ohne dass du Compliance-Risiken eingehst. → Komplette Regeln & Beispiele
Bereit für den ersten Schritt?
Beginne mit dem Kapitel "Was ist Claude überhaupt?" — fünf Minuten Lesezeit, und du hast das Fundament.
Was ist Claude — und was nicht?
Ein Vergleich, der wirklich passt: Claude ist wie ein hochkompetenter, schneller, sehr belesener Assistent — der allerdings keinen Beruf "ausübt" und sich an nichts erinnert, was du ihm gestern erzählt hast (es sei denn, du sagst es ihm wieder).
"Mir reicht nicht 'das ist ein Sprachmodell'. Ich möchte wissen: Was kann ich realistisch erwarten, wo liegen die echten Grenzen, und welche Begriffe muss ich kennen?"
Die treffende Analogie
Stellen Sie sich Claude vor wie einen jungen, sehr klugen Assistenten in einer Bibliothek. Diese Person hat in den letzten Jahren Millionen Texte gelesen — Studien, Bücher, Fachartikel, Foren, Anleitungen. Er kann blitzschnell zusammenfassen, formulieren, strukturieren, vergleichen, übersetzen.
Aber: Diese Person war nie selbst im Vertrieb, hat nie selbst eine Beratung geführt, ist nicht approbiert — und ihre Bibliothek ist auf einem bestimmten Stand. Sie verlässt nie die Bibliothek, außer Sie schicken sie raus (das ist die "Websuche"). Und am Ende des Tages vergisst sie das Gespräch, wenn Sie das Zimmer verlassen — außer Sie haben ihr einen festen Schreibtisch eingerichtet (das sind "Projects" und "Memory").
Claude ist ideal für alles, was Sie selbst lesen, prüfen und mit klinischer Erfahrung gegenchecken. Er ist nicht ideal als alleinige Entscheidungsinstanz bei fachlich riskanten Themen. Sie bleiben der Arzt — Claude ist der schnelle, freundliche Mitarbeiter.
Was Claude kann — und was nicht
Claude ist sehr gut in…
- Texten formulieren (Mandantenbrief, E-Mail, Blogartikel, Aufklärungstext)
- Komplexe Inhalte vereinfachen — auf jedes gewünschte Sprachniveau
- Strukturieren (Listen, Vergleichstabellen, SOAP-Notizen, Pro/Contra)
- Übersetzen zwischen Sprachen — auch fachliche Texte (Engineering, Recht, Finanzen)
- Zusammenfassen langer Dokumente (Leitlinien, PDFs, Studien)
- Brainstorming und Differentialdiagnose-Ideen sammeln
- Code, Tabellen, kleine Web-Apps und Visualisierungen bauen
- Bilder beschreiben und einordnen (z. B. Screenshot eines LinkedIn-Profils, Foto einer Visitenkarte)
Claude ist schlecht oder gefährlich in…
- Eigenständigen klinischen Entscheidungen (nie ohne Ihre Prüfung)
- "Aktuellen" Informationen ohne aktive Websuche
- Garantien — Halluzinationen kommen vor, immer querprüfen
- Echten Mandanten- und Kandidatendaten — niemals identifizierbar eingeben
- Rechtsverbindlichen Aussagen ohne juristische / steuerliche Prüfung
- Bildgenerierung (Claude generiert keine Bilder, Videos oder Audio)
- Telefonieren, Termine selbst buchen (außer mit Connectors)
- Sich an alte Gespräche erinnern, wenn Sie das nicht aktivieren
Wie funktioniert das im Großen?
Sie geben einen Prompt ein — das ist einfach Ihre Frage oder Aufgabe. Claude verarbeitet diesen Text und antwortet. Sie können nachfragen, korrigieren, vertiefen. Das nennt sich Konversation.
Sie tippen oder sprechen
Eine Frage, eine Aufgabe, ein Stück Text — in normalem Deutsch oder Englisch. Lange Eingaben sind in Ordnung. Anhänge (PDF, Bilder, Word) auch.
Claude liest und verarbeitet alles im Kontext
Der "Kontext" ist Claudes Kurzzeitgedächtnis innerhalb des aktuellen Chats. Sehr groß, aber begrenzt. Solange das Gespräch läuft, kann Claude auf alles zurückgreifen, was vorher kam.
Claude antwortet — und Sie iterieren
Selten ist die erste Antwort schon perfekt. Sagen Sie einfach was Sie ändern wollen: "Kürzer." "Auf B1." "Mit drei Beispielen." "Mit anderem Tonfall." Das ist der Hebel.
Optional: Werkzeuge dazu
Websuche, Datei-Upload, Verbindung mit Google Drive, Kalender, Notion u. a. (sogenannte "Connectors"). Damit kann Claude auch Dinge tun statt nur antworten.
Mini-Glossar — die acht Wörter, die immer wieder auftauchen
Prompt
Modell (Sonnet, Opus, Haiku)
Opus ist das stärkste und langsamste,
Sonnet ein guter Allrounder, Haiku das schnellste für leichte Aufgaben.
Für den Alltag reicht die Standardeinstellung — du musst das nicht aktiv wählen.
Kontextfenster
Halluzination
System Prompt
Project
Artifact
Connector / MCP
Welches Modell soll ich wählen?
Für 95% aller Aufgaben in der Sales-Pipeline und im Privatleben ist die Standardeinstellung von Claude richtig. Sie müssen nichts umstellen. Wer es genau wissen will:
Sonnet
Der schnelle Allrounder. Ideal für E-Mails, Aufklärungstexte, Recherchen, Brainstorming, Tagesplanung. Default in Claude Pro.
Opus
Das stärkste Modell. Lohnt sich bei langen, komplexen Aufgaben — z. B. wenn Sie eine 60-Seiten-Leitlinie zusammenfassen lassen oder ein komplexes Anschreiben formulieren wollen.
Haiku
Das schnellste, leichteste Modell. Für sehr kurze, schnelle Anfragen — etwa "Wie heißt das Medikament noch mal mit Wirkstoff X?".
Lassen Sie es einfach auf der Standardeinstellung. Wechseln Sie nur, wenn Sie merken, dass eine Aufgabe wirklich lange Antworten oder besonders schwierige Argumentation braucht — dann nehmen Sie Opus.
Der Chat — dein ständiger Sparringspartner.
Das Chatfenster ist der schnellste Weg, etwas mit Claude zu erledigen. Du öffnest einen neuen Tab, schreibst deine Frage, erhältst eine Antwort, verfeinerst. Hier lernst du, was einen guten Prompt von einem schlechten unterscheidet — und kopierst dir zehn Vorlagen zusammen, die sofort in deinen Alltag passen.
Wann ist der Chat das richtige Werkzeug?
Chat passt für…
- Einmalige, schnelle Anfragen
- Schnelle Recherche und "Was-wäre-wenn"-Fragen
- Spontane Mandantenkommunikation
- Ad-hoc Übersetzungen oder Erklärungen
- Zusammenfassungen langer Texte
- Brainstorming für Sales-Strategien und Einwand-Behandlung
Für wiederkehrende Aufgaben besser…
- Ein Project anlegen (siehe Kapitel)
- Eigenen System Prompt definieren
- Wichtige Dateien dauerhaft hochladen
- So muss Claude nicht jedes Mal neu briefen werden
Die Anatomie eines guten Prompts
Ein guter Prompt beantwortet implizit fünf Fragen: Wer (Rolle), was (Aufgabe), für wen (Zielgruppe), wie (Tonalität & Format), worauf achten (Einschränkungen). Sie müssen das nicht in dieser Reihenfolge formulieren — aber je mehr davon im Prompt steht, desto besser die Antwort.
Schlecht → besser → sehr gut: dieselbe Aufgabe in drei Stufen
Rolle · Aufgabe · Zielgruppe · Ton · Format · Einschränkungen. Wenn Sie diese sechs Bausteine im Hinterkopf haben, schreiben Sie automatisch bessere Prompts — ohne Tricks und ohne Prompt-Engineering-Kurs.
Zehn fertige Prompts — direkt aus Lukass Alltag
Jeden dieser Prompts können Sie unverändert kopieren, an Ihre Situation anpassen und in Claude einfügen.
1. Eine danic.ai-Erklärung schreiben, die ein CTO versteht
"Auf der LinkedIn-Nachricht habe ich 30 Sekunden, um danic.ai zu erklären. Wenn ich 'agentic orchestration layer' sage, ist der CTO weg."
2. Marktdaten zu CTO-Gehältern schnell überblicken
"Mandant fragt morgen früh: 'Was zahlt der Markt für einen CTO in Series B FinTech?' Ich brauche belastbare Zahlen — nicht das, was ich gerade glaube zu wissen."
3. Eine empathische Absage an Recruiting-Tool-Anbieter
"Wieder drei Vendor-Pitches in meiner Inbox: ein neues ATS, ein KI-Sourcing-Tool, ein Marktdaten-Subscriber. Ich will alle drei freundlich, aber klar absagen — ohne Hintertür."
4. Kandidaten-Long-List strategisch brainstormen
"Erster Exec-Search-Mandat: CTO für ein Series-B-FinTech. Long-List soll 40 Namen. Ich kenne den Markt aus dem Sourcing, aber 'Director Engineering' ist nicht 'CTO mit Board-Reife'."
5. Rede zum 30. Geburtstag eines guten Freundes
"Bester Freund wird 30. Er erwartet Worte, kein Schweigen. Ich finde keinen Anfang."
6. Den Versicherungsvergleich vorbereiten
"Ich habe drei PKV-Angebote auf dem Tisch. Ich will sie verstehen, bevor ich mit dem Makler spreche."
7. Eine Sprache wiederbeleben
"Ich habe Spanisch im Studium gelernt. Möchte das ohne App nebenbei reaktivieren — pro Tag 10 Minuten."
8. Stellenanzeige für Junior-Researcher in deinem Recruiting
"Ich brauche eine Junior-Researcher (10h/Woche) zum Sourcing für meine Exec-Search-Mandate. Vielleicht ist meine alte Anzeige der Grund, dass sich niemand meldet."
9. Eine schwere Karriere-Entscheidung strukturiert durchdenken
"Drei Standbeine — Dev/Tester, danic Sales, Edelmetall. Eines muss wahrscheinlich weg, wenn die anderen wachsen sollen. Ich brauche Klarheit, bevor ich entscheide."
10. PDF einer Marktstudie zusammenfassen
"Ich habe eine 80-seitige Marktstudie zu AI-Coding-Tools heruntergeladen. Ich brauche das in 5 Minuten als Sales-Briefing — verwertbar im nächsten Discovery-Call."
Häufige Anfängerfehler und ihre Korrektur
"Es kam Quatsch raus." → Du hast zu wenig Kontext gegeben
"Es war zu lang." → Gib ein Wortlimit vor
"Es klingt wie KI." → Sag, wie es nicht klingen soll
"Die Fakten waren falsch." → Bei aktuellen Fakten Websuche aktivieren oder anders prompten
"Es hat zu viel angenommen." → Stoppen Sie und fragen Sie nach
Iteration: 70 % in einer Minute → 95 % in zehn
Erwarten Sie nicht, dass die erste Antwort perfekt ist. Das ist sie selten. Aber: Sie kommen mit 4–5 kurzen Folgekommentaren extrem nah ans Ziel. Beispiel-Iteration:
Es ist nicht "der perfekte Prompt". Es ist die Bereitschaft, in 3–4 Schritten zu iterieren. Wer das einmal verinnerlicht, hat Claude wirklich verstanden.
Projects — Ihre eigenen Räume für wiederkehrende Themen.
Ein Chat ist wie ein einzelnes Gespräch im Aufzug. Ein Project ist wie ein eigenes Sprechzimmer: derselbe Stil, dieselben Unterlagen auf dem Tisch, dieselben Regeln — jedes Mal, wenn Sie es betreten. Sie müssen nicht jedes Mal alles erklären.
"Ich schreibe Claude jedes Mal von Neuem: 'Antworte im Stil meines Setups, kurz, du-haltig mit den Mandanten, immer mit Hinweis auf Rücksprache, kein Fachjargon.' Das nervt nach dem zehnten Mal. Es muss doch einen Weg geben, das einmal zu hinterlegen."
Den gibt es. Er heißt Project.
Chat vs. Project — der entscheidende Unterschied.
Project
- Für wiederkehrende Themen ("Mandantenkommunikation")
- Eigene Anweisungen, einmal hinterlegt
- Eigene Dateien (z. B. Sales-Spielregeln), Claude hat sie immer "auf dem Tisch"
- Alle Chats darin haben dieselben Vorgaben
- Sie öffnen das Project — und arbeiten sofort los
Normaler Chat
- Einmalige, isolierte Fragen
- Sie müssen jedes Mal Kontext geben
- Keine "eigene Bibliothek"
- Jeder Chat startet bei null
- Gut für Spontanes, schlecht für Wiederkehrendes
Wichtig: Innerhalb eines Projects haben Sie immer noch beliebig viele einzelne Chats. Das Project ist nicht "ein einziges, ewiges Gespräch", sondern ein Rahmen, in dem alle Gespräche dieselben Spielregeln und denselben Hintergrund teilen.
Drei Bausteine — mehr braucht es nicht.
Project-Instructions ("Spielregeln")
Ein Textfeld, in dem Sie Claude dauerhaft sagen, wie er sich in diesem Project verhalten soll: Rolle, Ton, Sprache, Länge, Formate, Tabus. Das ist kein einmaliger Prompt — Claude liest diese Anweisungen bei jedem Chat im Project automatisch mit. Ein guter Project-Instruction-Text ist 100–400 Wörter lang.
Knowledge Base ("Bibliothek")
Dateien, die Claude in jedem Chat des Projects "auf dem Tisch" hat: Ihre Sales-Spielregeln, ein eigener Stilguide, FAQs, Vorlagen, Aufklärungstexte, eine Vokabel-Liste. Bei Pro/Max werden große Dateien automatisch durchsuchbar gemacht (RAG).
Chats ("die eigentliche Arbeit")
Jedes Gespräch, das Sie im Project führen, ist sichtbar gespeichert. Sie können jederzeit zurückspringen. Verschiedene Chats teilen sich aber keine Erinnerungen — jeder Chat startet "frisch" mit dem Hintergrundwissen aus Bausteinen 1 und 2.
Project-Instructions sind eine spezielle Form von "System Prompt", nur projektbezogen. Das gilt zusätzlich zu Ihren Profil-Einstellungen (die für alles gelten). Wenn beide existieren, ergänzen sie sich. Die Profil-Einstellungen sagen "so bin ich", die Project-Instructions sagen "in diesem Raum arbeite ich an X".
Project anlegen — in 4 Klicks.
Linke Seitenleiste → "Projects"
Klicken Sie in der linken Spalte auf den Menüpunkt Projects (oder
gehen Sie direkt zu claude.ai/projects). Sie sehen entweder eine leere
Übersicht (am Anfang normal) oder Ihre bisherigen Projekte.
Oben rechts → "+ New Project"
Geben Sie einen Namen ("Mandantenkommunikation Sales-Pipeline") und optional eine Beschreibung ein. Beides ist nur für Sie sichtbar, hat aber keinen Einfluss auf Claude.
Project-Instructions eintragen
Auf der Hauptseite des Projects sehen Sie ein Eingabefeld "Instructions" oder "Set custom instructions". Hier kommt der Text rein, den wir unten in den Vorlagen vorbereitet haben — copy & paste.
Knowledge Base füllen (optional, aber stark empfohlen)
Auf der rechten Seite der Project-Hauptseite gibt es einen Bereich "Project knowledge". Über das +-Symbol laden Sie Dateien hoch (PDF, DOCX, TXT, CSV — bis 30 MB pro Datei). Beispiele weiter unten.
Klicken Sie jetzt in einen Chat innerhalb dieses Projects. Stellen Sie eine Frage, die in den Kontext passt — und beobachten Sie, wie Claude Ihre Vorgaben und Dateien automatisch berücksichtigt, ohne dass Sie etwas wiederholen müssen.
Fünf fertige Projekt-Vorlagen für Headhunter & Sales
Jede Vorlage besteht aus einem Namen, einer Project-Instruction (zum Kopieren) und einem Vorschlag, welche Dateien in die Knowledge Base gehören.
🎯 danic.ai Sales Outreach
Für alle Cold-Outreach-Nachrichten, Discovery-Vorbereitungen, Follow-ups, Pilot-Memos und Einwand-Behandlungen. Claude schreibt hier wie du schreiben würdest — wenn du unbegrenzt Zeit hättest und immer auf den danic-Proof zugreifst.
Project Instructions (kopieren)
Knowledge Base — was hochladen?
- Die danic.ai-Website als PDF (komplette Inhalte: USP, Pakete, Refs, Proof Points)
- Eine "Stop-Words"-Liste verbotener Begriffe (Marketing-Schrott, der nie in deiner Outbound auftauchen darf)
- 2–3 Beispiele exzellenter Cold-Outreach-Messages (von dir oder fremden Top-Vertrieblern, als Stilvorbild)
- Optional: ICP-Liste der Top-30 Zielunternehmen mit kurzer Notiz zu Pain Points
📚 Fortbildung & Literaturüberblick
Studien zusammenfassen, Leitlinien verstehen, neue Empfehlungen in zwei Absätze komprimieren. Claude wird hier zu Ihrem persönlichen, kritischen Lektor.
Project Instructions (kopieren)
Knowledge Base — was hochladen?
- Marktberichte und Gehaltsstudien (Honeypot, Levels.fyi, Robert Half) — soweit öffentlich
- Eine Liste deiner Recruiting-Schwerpunkte ("Engineering Leadership", "Product/AI Leadership", "FinTech CTOs")
- Eigene Notizen aus früheren Mandaten als "Vokabular"
📣 Personal Brand & LinkedIn-Outreach
LinkedIn-Posts, Profil-Texte, Newsletter, Cold-Outreach, Bewerbungs-Mails an Mandanten, Edelmetall-Content — du willst wirken wie ein moderner, glaubwürdiger Profi mit drei Standbeinen, nicht wie ein generisches Recruiter-Profil.
Project Instructions (kopieren)
Knowledge Base — was hochladen?
- Dein aktuelles LinkedIn-Profil (PDF-Export)
- danic.ai-Website-Inhalte (PDF) + 1–2 deiner besten danic-Posts
- 3–5 Beispiele für Texte, die dir aus anderen Bereichen gefallen (URL als Notiz) — als Stilvorbild
- Eine "Marken-DNA" (10–15 Stichworte: "tech-nah, direkt, Berlin, drei Hüte, kein Buzzword-Bingo, Proof statt Hype…")
- Eine "Stop-Words"-Liste verbotener Begriffe
🪙 Edelmetall Content & Sales
Reels, YouTube-Skripte, FAQ-Pflege, Beratungs-Vorbereitungen. Der Project-Bereich, in dem du nicht Headhunter bist, sondern Content-Creator und Edelmetall-Berater.
Project Instructions (kopieren)
Knowledge Base — was hochladen?
- Ein Content-Backlog mit guten Hooks (aus eigenen Reels, Konkurrenz, Markt-Events)
- Eine Notiz mit deinen wiederkehrenden Themen ("Gold-ETF vs. Physisch", "Silber-Steuer", "Schließfach vs. Heimlagerung"…)
- Eine Liste der häufigsten Beratungs-Fragen mit deinen Standard-Antworten
- Ein paar Reel-Skripte, die gut performt haben (als Stil-Referenz)
🏠 Behörden, Versicherungen, Verträge
Briefe an Krankenkasse, Steuerberater, Versicherung. Verträge verstehen. Auf unverschämte Forderungen sachlich, aber bestimmt antworten. Der Bereich, der jeden Sonntagabend Kraft kostet.
Project Instructions (kopieren)
Knowledge Base — was hochladen?
- Ihren aktuellen Briefkopf / Adresse
- Eine Liste der Akten- und Vertragsnummern, mit denen Sie regelmäßig zu tun haben
- Eine "Hall of Fame" eigener Briefe, die einmal sehr gut funktioniert haben
Fünf Faustregeln für gute Projects
1. Lieber 5 spezifische als 1 großes
Ein Project pro klar abgegrenztem Kontext. "danic-Sales-Outreach" und "Edelmetall-Content" gehören nicht in dasselbe Project, sonst verwischen sich Ton und Stil.
2. Project-Instructions sind ein lebendes Dokument
Aktualisiere sie alle 3–5 Chats. Wenn dir auffällt: "Das passt mir nicht" — nimm es in die Instructions auf. Das wird über die Zeit immer besser.
3. Verbote sind oft wirksamer als Gebote
"Niemals Fachjargon ohne Übersetzung", "Nie länger als 200 Wörter" — solche Negativ-Regeln funktionieren bei Claude oft besser als positive Vorgaben.
4. Knowledge Base lieber knapp, dafür aktuell
10 saubere, gut benannte Dateien sind mehr wert als 50 chaotische. Räumen Sie alle 1–2 Monate auf.
5. Niemals identifizierbare Mandanten- und Kandidatendaten
Auch in der Knowledge Base nicht. Erstellen Sie Beispieldateien mit fiktiven Personen. Details im Datenschutz-Kapitel.
6. Pro / Max / Team unterstützt RAG
Bei Pro+ kann Claude auch in sehr großen Wissensbasen finden, was gerade gebraucht wird. Auf Free ist die Wissensbasis kleiner — reicht für Anfänger trotzdem.
System Prompts — Claude einarbeiten, ein für alle Mal.
Ein System Prompt ist die "Stellenbeschreibung" für Claude. Eine Art Onboarding-Brief an einen neuen Mitarbeiter, der ihm sagt: "So arbeitest du für mich. Das ist die Rolle. Das sind die Regeln. So spreche ich. Das tust du nie. Das tust du immer." Einmal geschrieben — dauerhaft wirksam.
"Es gibt zwei Sorten Antworten, die ich von Claude bekomme. Antworten, die ich sofort verwenden kann — und Antworten, die ich erst noch in 'meine Sprache' umschreiben muss. Ich möchte, dass es nur noch Antworten der ersten Sorte gibt."
Das ist exakt, wofür System Prompts gemacht sind.
Drei Arten von Anweisungen — und warum das wichtig ist.
Profil-Einstellungen
Gelten überall. Hier sagen Sie Claude, wer Sie sind und wie Sie arbeiten — unabhängig vom Thema. Beispiel: "Schreibe knapp, vermeide Floskeln, ich bin Arzt".
Project Instructions
Gelten nur in einem Project. Hier sagen Sie Claude, wie er sich für ein bestimmtes Thema verhalten soll — z.B. "Mandantenkommunikation". Wir haben das im Projects-Kapitel behandelt.
Chat-Prompt
Gilt nur für diesen einen Chat. Das ist Ihre eigentliche Frage. Sie ergänzt die zwei oberen Ebenen, ohne sie zu überschreiben.
Claude liest immer alle drei — Profil zuerst, dann Project, dann Chat. So bekommen Sie das beste aus allen Welten: dauerhafte Grundregeln + kontextspezifische Vorgaben + spontane Anfrage.
Die Profil-Einstellungen — Ihr Universal-System-Prompt
In den Einstellungen oben rechts → "What should Claude call you?" und "What should Claude know about you?". Hier kommt der wichtigste Text, den Sie schreiben werden — er gilt für jedes Gespräch, jedes Project, jeden Kontext. Eine fertige, gut funktionierende Vorlage:
Schreib in die Profil-Einstellungen nicht projektspezifische Dinge wie "Du bist Sales-Texter für danic.ai". Das gilt sonst auch, wenn du nach Restaurantvorschlägen fragst — und Claude wird verwirrt antworten. Projektspezifisches kommt in Project Instructions, nicht ins Profil.
Sieben Bausteine, aus denen jeder gute System Prompt besteht
Sie müssen nicht alle sieben benutzen. Aber je mehr Sie davon abdecken, desto präziser wird Claudes Verhalten. Reihenfolge im System Prompt: in dieser Folge.
Rolle & Zweck
"Du bist…" — eine klare Funktionsbeschreibung. "Du bist mein Co-Autor für Aufklärungstexte in einer Sales-Pipeline." Vermeiden Sie zu generische Rollen ("Du bist ein hilfreicher Assistent" hilft Claude nicht).
Zielgruppe / Kontext
Für wen schreibt oder denkt Claude eigentlich? "Die Empfänger sind Mandantinnen und Mandanten zwischen 30 und 80 Jahren, gemischter Bildung, viele lesen schnell und nebenbei." Ohne diesen Punkt kommt am häufigsten der falsche Ton.
Ton & Stil
Konkret und einklagbar. Statt "freundlich" lieber "höflich, aber direkt; aktive Verben; Sätze unter 18 Wörter; keine Werbefloskeln". Lieber 5 spezifische Regeln als 20 vage.
Inhaltliche Regeln (Gebote)
Was Claude inhaltlich immer tun soll. "Jede Cold-Outreach-Nachricht endet mit EINEM klaren CTA." "Bei jeder Behauptung über danic-Proof immer den konkreten Case nennen (LinkedIn-Lead-Funnel: 92 PT vs 4.064 PT)."
Inhaltliche Tabus (Verbote)
Oft wichtiger als Gebote. "Niemals konkrete Preise ohne meine explizite Vorgabe." "Keine Performance-Garantien." "Keine Edelmetall-Anlageempfehlungen." "Niemals Marketing-Floskeln wie 'innovativ' oder 'transformativ'."
Format-Standards
Länge, Struktur, Sprache. "Standardlänge Cold-Outreach: max. 90 Wörter. Follow-up: max. 60 Wörter. Pilot-Memo: 1 Seite. E-Mail-Grußformel: 'Beste Grüße, Lukas Bauer · Sales · danic.ai'."
Selbst-Check vor jeder Antwort
Eine kleine "Pre-Flight-Checkliste", die Claude vor jeder Antwort mental durchgeht. "Habe ich eine Behauptung über danic gemacht, die ich nicht aus dem Briefing belegen kann?", "Habe ich ein Marketing-Buzzword benutzt?", "Endet der Text mit einem klaren CTA?" — Drei solcher Fragen verbessern die Qualität spürbar.
Claude schreibt Ihren System Prompt — für Sie.
Sie müssen das alles nicht selbst formulieren. Eine der elegantesten Anwendungen: Lassen Sie Claude den System Prompt für Sie entwerfen. Folgender Meta-Prompt — einfach in einen normalen Chat einfügen — liefert Ihnen einen maßgeschneiderten Vorschlag.
Sie geben den Kontext, Claude leitet das Gespräch. Nach 5–10 Minuten Dialog haben Sie einen System Prompt, der zu Ihnen passt — viel besser als jede generische Vorlage. Wenn er nicht perfekt ist, sagen Sie einfach: "Verschärfe Punkt 3, der ist mir zu weich. Ergänze einen Punkt zu X." Iteration ist Teil der Methode.
Sechs fertige System Prompts
Jeder ist sofort einsatzbereit. Kopieren, ins Profil oder in ein Project einsetzen, an einer Stelle leicht anpassen — fertig.
danic.ai Cold-Outreach-Texter
Für alle LinkedIn-DMs, Cold-E-Mails, Connection-Requests und Follow-ups an CTOs, VPs Engineering und Tech-CEOs deutscher Mittelständler.
Pilot-Memo-Assistent für Discovery-Follow-up
Strukturierte 1–2-Seiten-Memos nach Discovery-Calls. Wichtig: alle Mandanten-Inhalte anonymisiert oder fiktiv — echte Briefings gehören nicht in Consumer-Claude. Lies das Datenschutz-Kapitel.
Literatur- & Leitlinien-Zusammenfasser
Für die Wochenend-Fortbildung. Sie geben eine Studie oder Leitlinie als PDF / Text / Link, Claude liefert die vertriebs-relevante Zusammenfassung in einer halben Seite.
Edelmetall-Content-Texter
Reels, YouTube-Shorts, LinkedIn-Posts, Newsletter — sachlich, kein Hype, kein Doom-Verkauf, kein Anlageberater-Ton. Ehrliche Mechanik-Erklärungen für eine reflektierte Zielgruppe.
Solo-Reise-Planer
Für Solo-Städtetrips, Wochenend-Eskapaden, Workation-Setups, Anreise-Logistik.
Behörden- & Versicherungsbriefe
Sachliche, präzise Schreiben — höflich, aber bestimmt. Nie drohend, nie unterwürfig.
System Prompts sind nie fertig.
Ihr erster System Prompt wird okay sein. Der dritte wird gut. Der zehnte wird Sie überraschen. Drei Tipps für die Iteration:
1. Notieren, was nervt
Jedes Mal, wenn Sie eine Antwort umschreiben müssen — kurz markieren, was nicht passte. Nach 5 solchen Momenten haben Sie 5 neue Regeln für Ihren System Prompt.
2. Verbote sind oft wirksamer als Gebote
"Niemals Konjunktiv" funktioniert besser als "Schreibe konkret". Negative Anker treffen Claude präziser.
3. Claude verbessert seinen eigenen Prompt
Sagen Sie: "Hier ist mein aktueller System Prompt. Lies ihn, dann zeige mir fünf konkrete Schwächen — und mache je einen Verbesserungsvorschlag."
System Prompts sind das, was den Unterschied macht zwischen "Claude ist ein netter Spielzeugroboter" und "Claude ist mein zuverlässigster Mitarbeiter". Jeder gute Workflow steht und fällt mit einem guten System Prompt.
Artifacts — wenn Claude einen Anhang baut.
Manchmal antwortet Claude im Chat. Und manchmal öffnet sich rechts daneben ein zweites Fenster mit einem fertigen Dokument, einer Checkliste oder einem Diagramm — sauber formatiert, herunterladbar, weiter editierbar. Das sind Artifacts. Sie ändern, wie Sie mit Claude arbeiten.
"Ich habe Claude gebeten, mir ein Pilot-Memo für einen CTO zu bauen — basierend auf den danic-Proof-Points. Plötzlich erscheint rechts neben dem Chat ein eigenes Dokument — formatiert, mit Überschriften, Tabelle und CTA-Block, zum Herunterladen bereit. Das war neu. Und genau das, was ich gebraucht habe."
Stellen Sie sich Artifacts vor wie einen Anhang in einer E-Mail.
Im Chatfenster sprechen Sie mit Claude — wie in einem Chat. Wenn Claude Ihnen aber ein Dokument übergibt — eine Checkliste, einen Brief, eine Tabelle, ein Diagramm — dann landet das nicht im Gespräch, sondern in einem eigenen Fenster rechts daneben. Das ist das Artifact.
Damit das Dokument lesbar bleibt. Ein zwanzigseitiger Brief in einer Chatzeile wäre unleserlich. Ein Diagramm in Klartext wäre Quatsch. Artifacts sind Claudes Weg zu sagen: "Das hier ist kein Gespräch mehr — das ist ein Ergebnis. Schau es dir an, ändere es, lade es runter."
Chat-Antwort
Kurz, dialogisch, geht im Gespräch unter. Drei Absätze über Vor- und Nachteile einer Therapie. Sie lesen, antworten, weiter.
Artifact
Eigenständiges Dokument. Sie können es kopieren, herunterladen, weiterleiten — und in der nächsten Nachricht sagen: "Mach den Abschnitt zur Nachsorge länger." Claude ändert nur diesen Abschnitt.
Wann Claude einen Artifact erstellt — und wann nicht.
Claude entscheidet selbst. Aber es gibt klare Muster. Wenn Ihre Anfrage eines der folgenden Merkmale hat, ist die Chance hoch, dass ein Artifact entsteht:
Länge
Das Ergebnis wird länger als ~15 Zeilen oder 1.500 Zeichen. Beispiel: "Schreibe einen Mandanten-Brief von zwei Seiten."
Struktur
Sie verlangen ein klar gegliedertes Dokument — Checkliste, Tabelle, Brief, Bericht. Beispiel: "Erstelle eine Checkliste für die Hygieneschulung."
Wiederverwendung
Sie wollen das Ergebnis später wiederverwenden, kopieren oder als Datei speichern. Beispiel: "Mache eine Vorlage für den Aufklärungsbogen."
Visualisierung
Sie wollen ein Diagramm, eine Tabelle oder einen Ablaufplan. Beispiel: "Zeige mir den Therapieablauf als Flussdiagramm."
Schreiben Sie einfach: "Mache das als Dokument." oder "Erstelle das als Artifact zum Herunterladen." Claude versteht das.
Fünf Arten von Artifacts, die für Sie relevant sind.
Pitch-Memos, Reports, LinkedIn-Posts
Das ist der häufigste Typ. Sauber formatiert mit Überschriften, Absätzen, Listen. Du kannst sie als Word oder Markdown herunterladen, kopieren, weiterverwenden.
Strukturierte Listen, Vergleiche
Wenn du etwas vergleichst oder auflistest — Long-List vs. Short-List, Salary-Benchmarks, danic-Wettbewerbsanalyse, Edelmetall-Preise im Zeitverlauf — entsteht oft eine Tabelle. Lesbar, kopierbar in Excel.
Flussdiagramme, Pipeline-Pläne
"Zeige mir den Sales-Funnel von Cold-Outreach bis Pilot-Vertrag als Diagramm" — Claude baut ein visuelles Schema, das du in eine Präsentation einbetten oder selbst durchdenken kannst.
Rechner, Quizze, interaktive Hilfen
Claude kann auch einfache interaktive Werkzeuge bauen — zum Beispiel einen ROI-Rechner für danic.ai-Pitches (Senior-Engineer-Kosten vs. DANIC OS) oder einen Edelmetall-Allokations-Slider. Direkt im Browser nutzbar.
Einfache HTML-Seiten, Vorlagen
Für eine Landing-Page zu einem Edelmetall-Service oder ein Anschreiben mit Briefkopf — Claude kann eine fertige HTML-Seite ausgeben. Du siehst die Seite rechts gerendert, kannst sie testen und herunterladen. Das ist die Profi-Ebene; für den Anfang reichen Text-Artifacts völlig.
Artifact-Prompts zum sofortigen Mitnehmen.
Kopieren, einsetzen, anpassen. Alle Prompts triggern verlässlich ein Artifact, weil sie strukturiert genug sind.
1 — danic.ai Pilot-Memo als Artifact
Ein zweiseitiges Memo, das du einem CTO oder VP Engineering nach einem Discovery-Call schickst — strukturiert, ohne Marketing-Sound.
Festpreise, Scope-Grenzen und Compliance-Aussagen müssen verifiziert sein — der Pitch ist nur so gut wie das, was die Founder am Ende halten können.
2 — SOP-Checkliste für deinen Sales-Workflow
Eine wiederverwendbare Checkliste — zum Beispiel für die Vorbereitung eines Discovery-Calls, das wöchentliche Pipeline-Review oder das Onboarding eines neuen Mandanten.
3 — Sales-Funnel als Flussdiagramm
Ein visueller Ablauf — gut für die Sparring-Session mit Nicolas, einen LinkedIn-Post über deinen Vertriebs-Prozess oder als Selbst-Check, ob deine Pipeline-Logik konsistent ist.
4 — Packliste für den Solo-Städtetrip
Eine vollständige, nach Kategorien sortierte Packliste — einmal als Artifact erstellt, einmal angepasst, dann steht sie für die nächsten zehn Trips.
5 — Edelmetall-Content-Plan als Tabelle
Sieben Tage, drei Kanäle, mit Hashtag- und Hook-Spalte — exakt das, was sonntagabends nervt, wenn die Woche eigentlich schon beginnt.
6 — danic.ai ROI-Rechner als Mini-App
Ein einfaches, interaktives Werkzeug, das du im Discovery-Call live demonstrieren kannst. Der CTO gibt Engineering-Größe und Stundensatz ein und sieht unmittelbar das Einspar-Potenzial — natürlich konservativ und mit klarem Disclaimer.
Claude schreibt den Code. Du siehst das fertige Werkzeug direkt im Artifact-Fenster, kannst es ausprobieren und herunterladen. Auf einem Tablet oder Laptop kannst du es live im Discovery-Call zeigen — das wirkt sofort, weil der CTO die Mechanik versteht.
Mit Artifacts arbeiten — editieren, teilen, speichern.
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Iterativ verbessern
Sag einfach: "Mach den Abschnitt 'Pilot-Scope' länger." oder "Streiche das Marketing-Vokabular aus Punkt 3." Claude ändert nur das Gewünschte, der Rest bleibt stehen.
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Herunterladen oder kopieren
Über das Menü oben rechts am Artifact: als Markdown, Word, PDF herunterladen. Oder den gesamten Text per Klick in die Zwischenablage legen und in dein CRM, Notion oder LinkedIn einfügen.
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Teilen mit einem Link
Du kannst Artifacts auch per Link an Kollegen schicken. Vorsicht: Das Artifact ist dann öffentlich sichtbar für jeden mit dem Link — niemals kandidaten- oder mandantenbezogene Inhalte teilen.
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Im Chat referenzieren
Du kannst dich im laufenden Gespräch weiter auf das Artifact beziehen: "Schreibe eine kürzere Version des Pilot-Memos für die LinkedIn-DM." Claude weiß, welches Dokument gemeint ist.
Drei Fallstricke, die Sie kennen sollten.
So funktioniert es gut
- Klar sagen, was im Dokument stehen soll — Gliederung, Länge, Zielgruppe.
- Iterativ ändern lassen ("nur Abschnitt 2 umschreiben").
- Vor dem Versenden alles durchlesen.
- Mandanten- und Kandidatendaten vor Eingabe anonymisieren.
So geht es schief
- Den Artifact unbesehen ans Mandanten-Postfach weiterleiten.
- Bei fachlichen Inhalten auf "Stimmt schon" vertrauen.
- Artifact-Links unbedacht weitergeben (öffentlich!).
- Echte Mandantennamen im Prompt nennen.
Alles, was Sie in den Prompt schreiben — auch wenn das Ergebnis im Artifact landet — wird an die Server von Anthropic gesendet. Mandantendaten gehören da nicht hinein. Details siehe Datenschutz & Grenzen.
Ab hier wird es konkret: Auf den nächsten Seiten sehen Sie zehn beruflich und zehn privat einsetzbare Anwendungsfälle — jeweils mit fertigem Prompt.
Zehn Use Cases für deinen Sales-Tag.
Sechs danic.ai-Sales-Cases, drei für deinen Executive-Search-Einstieg, einer für Pipeline-Reflexion. Jeder mit fertigem Prompt — bereit zum Kopieren, Anpassen, Absenden.
1. Keine echten Kandidaten-Namen, aktuelle Arbeitgeber, Gehaltsdaten oder NDA-geschützte Mandanten-Infos in den Prompt. Anonymisiere immer. 2. Vor jedem Versand fachlich gegenlesen — Claude irrt bei Marktdaten, Firmen-Insights und Compliance-Fakten. 3. Im Free/Pro/Max-Plan keine vertraulichen Mandanten- oder Kandidatendaten. Details: Datenschutz & Grenzen.
"Vorher war Cold-Outreach drei Stunden Vorlagen-Anpassen. Jetzt: Discovery-Prep in 5 Min, Mail-Variante in 3, Pipeline-Review am Monatsende statt am Quartalsende. Mein Konversion-Limit ist nicht mehr Zeit — sondern wie schnell ich danic.ai richtig erklären kann."
- danic.ai Discovery-Call vorbereiten
- Cold-Outreach: LinkedIn-Mail an CTO / VP Engineering
- Pilot-Vorschlag aufbereiten — nach dem Discovery-Call
- Einwand-Behandlung — der Cheat-Sheet
- Follow-up nach Stille — höflich, aber bestimmt
- LinkedIn-Personal-Brand-Post zu Agentic Coding
- Quartals-Pipeline-Review für dich selbst
- Executive Search: Long-List für eine C-Level-Position bauen
- Executive Search: Cold-Outreach an passive C-Level-Kandidaten
- Executive Search: Reference-Check-Leitfaden
1 — danic.ai Discovery-Call vorbereiten
"In zwei Stunden Discovery-Call mit dem CTO eines mittelständischen SaaS-Hauses. Ich muss vorbereitet sein — Engineering-Stack, Schmerzpunkte, wer schon mit AI-Coding gespielt hat."
Bevor du in einen Discovery-Call gehst, brauchst du keinen perfekten Pitch — du brauchst Fragen, die zeigen, dass du verstanden hast, wo Engineering wehtut. Claude bereitet dir das in 5 Minuten vor.
2 — Cold-Outreach: LinkedIn-Mail an CTO / VP Engineering
"Vier Discovery-Calls pro Woche — das Ziel. Heißt: ich brauche jede Woche 30+ qualifizierte Outreach-Nachrichten. Templates verbrennen, Personalisierung skalieren."
Generische LinkedIn-Anschreiben werden ignoriert. Aber jedes manuell zu personalisieren ist nicht skalierbar. Claude hilft dir, drei Tonalitäten zu bauen — und die richtige je nach Empfänger zu wählen.
Lege ein Project "danic Outreach" mit System Prompt an. Dann genügt: "Variante B für Anna Krause, VP Eng bei Acme, Insights: [..]" — du sparst dir die Wiederholung des Kontexts.
3 — Pilot-Vorschlag aufbereiten — nach dem Discovery-Call
"Discovery lief gut. CTO hat Use Case skizziert (Code-Review-Bottleneck). Jetzt brauche ich binnen 48 Stunden einen knackigen Pilot-Vorschlag."
Der danic-Pilot ist ein 2-Wochen-Festpreis-Engagement mit klarer Go/No-Go-Entscheidung. Damit deine Mandanten den ROI sofort sehen, muss der Vorschlag auf ihren Use Case zugeschnitten sein — nicht generisch wirken.
Bevor du konkrete Zahlen ins Memo schreibst, sprich mit Nicolas oder Daniel. Festpreis-Pilot-Spannen variieren je nach Use-Case-Komplexität — eine zu niedrige Zahl bindet, eine zu hohe verbrennt das Deal.
4 — Einwand-Behandlung — der Cheat-Sheet
"Im Pitch kommen immer dieselben drei: 'Wir haben Copilot, reicht das nicht?', 'Was kostet das eigentlich?', 'Wir können da gar keine externen ranlassen — Compliance.' Ich brauche meine Antworten griffbereit."
Einwand-Behandlung ist 80% Vorbereitung und 20% Reaktion. Bau dir einmal ein Cheat-Sheet mit allen Klassikern und der jeweils richtigen Reaktion — Claude liefert die ersten Entwürfe, du machst sie zu deinen.
danic.ai-Referenzen (Cyberport, Siemens Healthineers, Rapha·Med, Porsche Digital, N26 Labs, Deutsche Börse) gehören in Antworten zu Einwand 5 ("noch nie gehört"). Nutze sie sparsam und zielgerichtet — nicht jeden Logo-Bingo abspielen.
5 — Follow-up nach Stille — höflich, aber bestimmt
"CTO hat im Call interessiert gewirkt. Memo verschickt. Drei Wochen Stille. Standard wäre jetzt ein 'Just checking in :)' — und genau das macht es schlimmer."
Follow-ups nach Stille sind die häufigste Sales-Disziplin und werden am häufigsten verkackt. Die meisten Versuche signalisieren Schwäche. Ein guter Follow-up signalisiert Wert.
Wenn du einem Mandanten ehrlich sagst: "Ich werde dich nicht mehr nerven", öffnen sich oft Türen, die durch ständige Follow-ups verschlossen blieben. Selbst-Disziplin schlägt Pushiness.
6 — LinkedIn-Personal-Brand-Post zu Agentic Coding
"Sales ohne Sichtbarkeit ist Cold Outreach im Dunkeln. Wenn CTOs vorab meinen Namen googeln, sollen sie etwas finden — und sehen, dass ich das Thema verstehe."
Du verkaufst nicht nur danic.ai — du verkaufst auch dich. CTOs prüfen LinkedIn vor jedem Call. Drei gute Posts pro Woche ändern die Annahmen, mit denen jemand in dein Gespräch geht.
7 — Quartals-Pipeline-Review für dich selbst
"Ende des Monats. 47 LinkedIn-Anschreiben, 12 Discovery-Calls, 4 Memos, 0 Closed Deals. Frage: liegt's am Funnel, am Pitch, an mir — oder ist's einfach das Tempo bei einem 6-stelligen Enterprise-Verkauf?"
Sales ohne ehrliche Pipeline-Reflexion ist Glücksspiel. Claude ist hier dein Sparring-Partner — ein nüchterner Blick auf deine Funnel-Conversion, deine Schwachstellen, deine Hebel.
Wöchentlich sind die Zahlen zu klein für Signal. Monatlich ist genug Volumen, dass Muster sichtbar werden — ohne dass du in Daten ertrinkst.
8 — Executive Search: Long-List für eine C-Level-Position bauen
"Erster Exec-Search-Mandat in Aussicht: CTO für ein Series-B-FinTech. Long-List soll 40 Namen umfassen. Ich kenne den Markt aus dem Sourcing, aber 'Director Engineering' ist nicht 'CTO mit Board-Reife'."
Long-List-Building für C-Level ist nicht Sourcing mit anderem Filter. Es ist ein systematischer Marktscan — Wer ist gerade in welcher Phase? Wer könnte beweglich sein? Wer ist 'on the up'? Claude hilft dir, die Suche zu strukturieren.
Solange du nicht im Claude for Work Team/Enterprise mit DPA arbeitest: NIE echte Kandidaten-Namen, aktuelle Arbeitgeber, Gehaltsdaten oder Reference-Quotes in einen Prompt — auch wenn er nur dir gehört. Anonymisiere immer. Mehr: Datenschutz.
9 — Executive Search: Cold-Outreach an passive C-Level-Kandidaten
"Ein sitzender CTO bei einer Series-C-Firma in München. Verdient gut, hat Optionen. Warum sollte er auf eine LinkedIn-Nachricht von mir antworten?"
Cold-Outreach an C-Level funktioniert anders als an Director-Level. Senior-Leute haben einen schlechten BS-Detektor und einen guten — sie unterscheiden zwischen jemandem, der einen Job verkauft, und jemandem, der eine Karriere-Möglichkeit kuratiert.
10 — Executive Search: Reference-Check-Leitfaden
"Drei Referenz-Calls für meinen Final-Kandidaten in der CTO-Suche. Erster ist morgen — ehemaliger CEO, sitzt in Zürich, hat 8 Jahre mit ihm gearbeitet. Ich darf das nicht verkacken."
Reference Checks unterscheiden Rekrutierungs-Profis von Anfängern. Es geht nicht darum, abzuhaken, ob jemand 'top performer' ist. Es geht darum, in 30 Minuten herauszufinden, ob die Person bei diesem Mandanten Erfolg hat — oder scheitert.
Notizen aus Reference-Calls NIE in einen LLM-Prompt eingeben, der nicht unter DPA läuft. Das ist nicht nur DSGVO — das ist Berufsehre. Mehr: Datenschutz & Grenzen.
Beim ersten Einsatz dauert jeder Fall vielleicht zehn Minuten — beim dritten Mal drei. Die Zeit, die du gewinnst, geht direkt zurück in mehr Discovery-Calls oder mehr Edelmetall-Reels.
Edelmetall, Selbst-Management, Privatadmin.
Vier Use Cases für deinen Edelmetall-Side-Biz, eine Wochenplanung für drei Standbeine, fünf Cases für Privat-Admin. Alle mit fertigem Prompt.
"Sonntag ist mein Planungs- und Content-Tag. Edelmetall-Reels schneiden, Wochenplan, Reise-Planung, der eine Steuerberater-Brief. Was früher drei Stunden waren, sind jetzt 45 Minuten. Den Rest gehe ich raus."
- Edelmetall-Content-Plan für einen Monat
- YouTube-Video-Skript: 8 Minuten Tiefe
- Sales-Gespräch vorbereiten — Edelmetall-Erstberatung
- Edelmetall-FAQ als evergreen Sales-Asset
- Wochenplanung mit drei Standbeinen
- Brief an Steuerberater bei mehreren Einkommensströmen
- Solo-Städtetrip planen — kompakt, ohne Familie
- Auto-Verkaufs-Anzeige für mobile.de
- Brief an Vermieter oder Behörde
- Fitness-Wochenplan: Krafttraining + Cardio + Erholung
1 — Edelmetall-Content-Plan für einen Monat
"Mein Edelmetall-Side-Biz lebt von Sichtbarkeit. Aber jeden Sonntag eine Stunde Reel-Themen brainstormen brennt mich aus. Ich brauche einen Plan, nicht Inspiration."
Content-Konsistenz schlägt Content-Brillanz. Ein monatlicher Themenplan, abgestimmt auf das, was deine Zielgruppe gerade beschäftigt, hebt dich aus dem täglichen Themen-Stress raus.
Edelmetalle sind Anlagegegenstand. Auch wenn du nicht Finanz-Berater im engen Sinn bist — Aussagen wie "investiere X% in Y" können als Anlageempfehlung gelten (§ 1 WpHG). Stick zu allgemeiner Edukation + persönlichen Beobachtungen. Im Zweifel rechtlich gegenchecken.
2 — YouTube-Video-Skript: 8 Minuten Tiefe
"Ein gutes 8-Minuten-Video performt langfristig besser als zehn Reels. Aber ich brauche dafür ein Skript, das nicht wie ein TikTok mit Zeitlupe wirkt."
Long-Form-Content baut Autorität auf. Reels bringen die Reichweite, YouTube hält Leute zurück. Das Skript ist die Grundlage — wenn die Story-Struktur trägt, trägt das Video.
On-Screen-Text in den ersten 5 Sek: "Persönliche Meinung, keine Anlageberatung." Trocken, kurz, schützt dich rechtlich und filtert sofort die richtige Audience.
3 — Sales-Gespräch vorbereiten — Edelmetall-Erstberatung
"Lead aus dem Content kommt nächste Woche zum 30-Min-Gespräch. Erste Beratung, kein Verkaufsdruck — aber ich will, dass er rauskommt mit Klarheit, nicht mit zehn Fragen mehr."
Ein gutes Beratungs-Gespräch ist 70% Zuhören, 30% Frame-setzen. Claude hilft dir, die richtigen Fragen vorzubereiten — und Frame-Templates, mit denen du komplexe Themen einfach erklärst.
Wenn du sowohl Bildung als auch Vertrieb anbietest, ist die Trennung im Gespräch wichtig. Sage am Anfang explizit: "Heute Beratung. Wenn wir am Ende beide sehen, dass ein Kauf passt, schauen wir uns Anbieter an. Es kann auch sein, dass mein Angebot nicht passt — das sage ich dir dann."
4 — Edelmetall-FAQ als evergreen Sales-Asset
"Im Beratungsgespräch kommen ständig dieselben 20 Fragen. 'Was ist mit Mehrwertsteuer auf Silber?' 'Soll ich Schließfach oder Hause lagern?' Wenn ich das einmal sauber beantworte, sparen mich diese Antworten Stunden pro Monat."
Ein gutes FAQ ist ein Sales-Asset, nicht ein Support-Dokument. Es beantwortet Fragen, die zum Kauf führen — und sortiert Leute aus, für die du nicht der richtige Berater bist.
Auch wenn du dich auskennst — Steuerthemen gehören zu einem Steuerberater. Ein klarer Disclaimer pro Steuerfrage schützt dich, und macht dich nebenbei vertrauenswürdiger ("er sagt, was er nicht weiß").
5 — Wochenplanung mit drei Standbeinen
"Dev/Tester-Arbeit (Brot), danic.ai Sales (Wachstum), Edelmetall-Content (Side-Biz). Sonntag-Abend setze ich mich hin und sehe schon, wie die Woche zerfasert. Ich brauche eine Methode, nicht ein To-Do-Liste-Tool."
Multi-Hustle ist Time-Block-Battle. Wer alles als gleichwertig behandelt, wird in allem mittelmäßig. Claude hilft dir, eine wöchentliche Priorisierung zu strukturieren — nicht, sie für dich zu treffen.
Wenn du Sonntag-Abend 15 Min in die Wochenplanung steckst, beginnt Montag mit Klarheit statt Reaktivität. Wenn du Montag-Morgen anfängst zu planen, ist die Woche schon halb verloren.
6 — Brief an Steuerberater bei mehreren Einkommensströmen
"Drei Einkommensquellen, drei Belegtypen, eine fragende E-Mail an den Steuerberater pro Quartal. Ich brauche Klarheit, nicht zehn E-Mails Pingpong."
Klare E-Mails an den Steuerberater sparen Honorar und reduzieren Stress. Strukturiere die Fragen vor — der Berater kann effizient antworten, du verbrennst keine Beratungsstunden mit Klärung.
Mein Standard: Platzhalter wie [BETRAG] / [DATUM] / [STEUER-ID]. Im fertigen Brief ergänze ich die Zahlen selbst. Nie über die LLM-API.
7 — Solo-Städtetrip planen — kompakt, ohne Familie
"Drei Tage frei, ich will weg. Allein. Etwas Stadt, etwas Sport, etwas zur Ruhe kommen. Nicht in Berlin, nicht weit weg, kein Hostel."
Solo-Reisen sind anders als Familien-Urlaube — der Plan muss flexibler sein, gleichzeitig will man keine Stunde mit Restaurant-Recherche im Hotel-Lobby verbringen.
8 — Auto-Verkaufs-Anzeige für mobile.de
"Mein altes Auto soll weg. Ich will keinen Händler-Preis. Aber Privat-Anzeigen sehen meist nach 'eilig verkauft, Fragen unerwünscht' aus."
Eine sachliche, vollständige Anzeige verkauft schneller und meistens für mehr Geld als knappe "VHB"-Texte. Claude strukturiert die Anzeige — du füllst die echten Daten ein.
9 — Brief an Vermieter oder Behörde
"Ich habe eine konkrete Frage / einen konkreten Antrag — und merke wieder, dass ich Stunden brauche, einen brauchbaren Brief zu formulieren."
Behörden- und Vermieter-Korrespondenz folgt einer einfachen Struktur. Sach-Lage zuerst, Bitte konkret, Frist klar. Claude verkürzt das auf 5 Minuten.
Behörden und Vermieter reagieren bei klaren Fristen schneller. Beispiel: "Über eine Antwort bis 15. März wäre ich dankbar, da ich bis dahin den Mietvertrag mit dem Untermieter abschließen müsste." Konkret schlägt höflich-vag.
10 — Fitness-Wochenplan: Krafttraining + Cardio + Erholung
"Drei Standbeine, lange Tage, Sitzberuf. Wenn Training auch noch zur Aufgabe wird, kippt's. Ich brauche einen Plan, der zu mir passt — nicht zu einem Bodybuilder."
Ein Fitness-Plan, der nicht aufgeht, ist meist zu ambitioniert. Lieber drei realistische Einheiten pro Woche zuverlässig, als sechs ambitionierte mit zwei Wochen Disziplin und drei Wochen Aussetzen.
Ein Trainingsplan aus Claude ist ein guter Ausgangspunkt — kein medizinischer Rat. Wenn du Vorbelastungen hast (Knie, Rücken, Schulter), gehört Physio oder Trainer dazu. Claude kann dir die richtigen Fragen für den Termin formulieren.
Diese zehn plus die zehn auf der Vertrieb-Seite decken den Großteil deiner wöchentlichen Schreib- und Planungs-Arbeit ab. Speichere dir die Seite als Lesezeichen — du wirst sie öfter brauchen als Notion.
Datenschutz, DSGVO und die Grenzen von Claude.
Diese Seite ist nicht optional. Wenn du mit Claude im Vertrieb, beim Headhunting oder mit Edelmetall-Content arbeitest, bist du verantwortlich — für die Daten, für die Korrektheit, für die Folgen. Hier steht, was du wissen musst. Klar, ohne juristisches Geschwurbel, aber präzise.
Niemals echte Kandidaten-, Mandanten- oder Kundendaten in die Consumer-Versionen von Claude eingeben. Free, Pro und Max sind nicht für personenbezogene B2B-Daten gedacht — auch nicht "nur kurz", auch nicht "nur dieser eine Kandidat". Punkt.
"Ich hatte die Idee, Claude einen Kandidaten-Pitch für meinen Mandanten zu schreiben — ich hatte ja nur den aktuellen Arbeitgeber, die Position und ein paar Stichworte eingegeben, keinen Namen. Aber: Senior-Engineering-Manager + aktueller Arbeitgeber + Berliner Tech-Szene = das ist faktisch identifizierbar. Mandanten- und Kandidatendaten sind nicht nur Name und Geburtsdatum. Das war eine wichtige Lektion."
- Welcher Claude-Plan eignet sich wofür?
- Was passiert mit meinen Eingaben?
- Was du niemals eingeben darfst
- Anonymisieren — die praktische Anleitung
- Halluzinationen verstehen
- Deine Verantwortung bleibt
- EU AI Act — was ab August 2026 für Recruiting gilt
- Pre-Use-Checkliste vor jedem Einsatz
- Wann der Datenschutzbeauftragte hinzu muss
Welcher Claude-Plan eignet sich wofür?
Anthropic bietet verschiedene Pläne mit unterschiedlichen vertraglichen Zusicherungen. Für die Verwendung mit Mandanten-, Kandidaten- oder Kundendaten ist der Unterschied existenziell.
Free, Pro, Max
Persönliche Konten. Kein Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) verfügbar. Diese Pläne richten sich an Privatpersonen und allgemeine Nutzung.
Für Mandanten-, Kandidaten- und Kundendaten ungeeignet. Auch wenn du das Training abschaltest (das geht — siehe unten), gibt es keinen Vertrag, der die Anforderungen der DSGVO an einen Auftragsverarbeiter erfüllt.
Erlaubt: Alles ohne Personenbezug — generische Sales-Texte, Marketing, Outreach-Vorlagen, Recherche zu öffentlichen Firmen, Edelmetall-Content, Privates.
Claude for Work (Team, Enterprise)
Geschäfts-Konten mit AVV-Möglichkeit. Anthropic bietet für diese Pläne einen Auftragsverarbeitungs-Vertrag (englisch: DPA — Data Processing Addendum) und zusätzliche Sicherheits- und Compliance-Optionen.
Auch hier: Der AVV allein macht den Einsatz mit Mandanten-, Kandidaten- und Kundendaten nicht automatisch zulässig. Es braucht zusätzlich eine eigene Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA), das OK eines DSB und sinnvollerweise eine Beschränkung auf klar definierte Anwendungsfälle.
Empfehlung: Wenn du Mandanten- oder Kandidaten-Bezug haben willst, ist Team/Enterprise das Minimum.
Bedingungen, Verträge und Optionen ändern sich. Bevor Sie ein Geschäfts-Konto einrichten, lassen Sie Ihren Datenschutzbeauftragten die aktuellen Vertragsbedingungen und die ergänzenden Garantien von Anthropic prüfen.
Was passiert mit Ihren Eingaben?
-
Übertragung an die Server von Anthropic
Alles, was Sie in den Chat tippen — und alle Dateien, die Sie hochladen — wird verschlüsselt an die Server von Anthropic übertragen. Anthropic ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in San Francisco. Serverstandorte und Sub-Auftragsverarbeiter ergeben sich aus dem aktuellen Stand der Vertragsdokumente, die regelmäßig aktualisiert werden — fragen Sie Ihren DSB nach den jeweils geltenden Versionen.
-
Verarbeitung durch das Modell
Das Modell verarbeitet Ihre Eingabe und generiert eine Antwort. Während dieser Verarbeitung sind Ihre Daten kurzfristig im Arbeitsspeicher der Server vorhanden.
-
Speicherung des Gesprächs (Chat-Historie)
Ihre Chats werden in Ihrem Konto gespeichert, damit Sie später darauf zurückgreifen können. Sie können Chats löschen — das löscht sie in Ihrem Konto. Wie lange sie auf den Servern in Backups oder Logs verbleiben, regelt der Vertrag.
-
Training: Standardmäßig aus, aber prüfen
Anthropic gibt an, dass Eingaben aus Consumer-Konten nicht ohne ausdrückliche Einwilligung zum Trainieren der Modelle verwendet werden. In den Einstellungen ist eine entsprechende Option meist voreingestellt ausgeschaltet. Prüfen Sie das in Ihrem Konto: Settings → Privacy → Help improve Claude. Schalten Sie es bewusst aus — schriftlich dokumentieren.
Sie werden nur nicht in zukünftige Modellversionen eingebacken. Sie liegen aber auf US-Servern. Sie sind technisch erreichbar — für Anthropic, für Sub-Auftragsverarbeiter, im Extremfall für US-Behörden nach dem CLOUD Act. Das ist die Grundlage für die strikte Regel oben.
Was du niemals eingeben darfst.
Diese Liste ist nicht vollständig — aber wenn etwas davon zutrifft, ist klar: nicht in Claude.
Personenbezogene Kandidaten- & Mandanten-Daten
- Name, Geburtsdatum, Adresse
- Vollständiger CV als PDF mit identifizierbaren Details
- LinkedIn-URL, Telefon, E-Mail
- Foto, Pass / Ausweis
- Aktueller Arbeitgeber + Position + Standort (faktische Identifizierung)
Vertrauliche B2B-Daten (Mandanten / danic.ai)
- NDA-Inhalte (Cyberport, Siemens Healthineers etc.)
- Original-Mandanten-Briefings mit Firmen-Namen
- Pricing-Verhandlungen, Rabattstaffeln, Festpreis-Kalkulationen
- Auch indirekte Identifikation (Branche + Engineering-Größe + Standort + News-Ereignis)
Eigene sensible Daten
- Passwörter, PINs, API-Keys
- Bank-Daten, Kontoauszüge
- Steuer-IDs, Sozialversicherung
- Vertrauliches Material aus laufenden Verfahren
Edelmetall-Geschäft
- Kunden-Liste mit Beträgen oder Bestellhistorie
- Lieferanten-Konditionen, Spreads, Margen
- Vertrauliche Korrespondenz mit Edelmetall-Kunden
- Bankverbindungen, Wallet-Adressen
Reicht oft nicht. Ein "47-jähriger Senior-Engineering-Manager aus Berlin, aktuell bei einem DAX-40 Fintech, mit Cloud-Migration-Background" ist faktisch identifizierbar — auch ohne Name. DSGVO-relevant ist alles, was eine "natürliche Person" identifizieren kann, allein oder in Kombination. Die Faustregel: Im Zweifel ist es ein Personenbezug.
Anonymisieren — so geht's richtig.
Für viele Aufgaben brauchst du gar keine echten Mandanten- oder Kandidatendaten. Du brauchst die Strukturen. So formulierst du Anfragen, ohne dass Personen identifizierbar werden:
So nicht
- "Schreibe ein Outreach an Anna Becker, VP Engineering bei Acme GmbH, Berlin, geboren 1984…"
- "Bewerte das Profil: Kandidat M.K., 38, aktuell CTO bei N26, verdient laut Bewerbung 220k €…"
- "Hier ist die Mandanten-NDA von Cyberport — kannst du die Vertragsklauseln für mich auswerten?"
So besser
- "Schreibe ein Outreach an einen typischen VP Engineering einer mittelständischen SaaS-Firma — Platzhalter [NAME], [FIRMA], [STACK]."
- "Bewerte allgemein das Profil eines Series-B-CTO mit 10+ J. Erfahrung — wann sind 220k € Total Comp marktüblich, wann darüber/darunter?"
- "Hier ist eine anonymisierte Beispiel-NDA (Marker wie [MANDANT], [KANDIDAT], [DATUM]) — welche Klauseln sind für mich als Headhunter kritisch, welche unkritisch?"
Die drei Anonymisierungs-Techniken
Platzhalter
Originaltext kopieren, Personen-Bezug durch Marker ersetzen:
[NAME], [GEB-DATUM], [ADRESSE].
Im Ergebnis bleiben die Marker stehen — Sie tragen die echten Daten
erst am Ende manuell ein.
Verallgemeinerung
Statt "Mandant K.M., 67 J., aus Berlin, mit X" lieber "ein 65-jähriger Mandant mit X". Spezifische Identifikatoren raus, klinische Konstellation rein.
Hypothetisierung
"Stell dir folgenden Fall vor: …" — das macht aus einem konkreten Fall ein Lehrbeispiel. Das Modell antwortet auf das Beispiel; Ihre Klinik-Realität bleibt außen vor.
Eine Cold-Outreach-Vorlage ist allgemein. Ein Sales-Memo-Gerüst ist allgemein. Eine Marktanalyse-Zusammenfassung ist allgemein. Kandidaten- oder Mandanten-Daten sind fast nie nötig — sie schleichen sich nur ein, weil wir gewohnt sind, konkret zu denken.
Halluzinationen — wenn Claude überzeugt falsch ist.
Claude ist ein Sprachmodell. Es generiert plausible Texte, basierend auf statistischen Mustern in Trainingsdaten. Es weiß nichts im menschlichen Sinne. Das hat eine spezifische Konsequenz: Manchmal erfindet Claude Fakten. Sehr überzeugend.
- Erfundene Studien-/Marktreport-Zitate ("Gartner 2025: 73 % der CTOs setzen Agentic Coding ein…") — mit Quelle, Jahr, Seite, alle frei erfunden
- Falsche danic.ai-Preise oder -Paket-Inhalte (immer mit Nicolas/Daniel abgleichen)
- Falsche EU-AI-Act-Daten oder DSGVO-Bußgeld-Schwellen
- Erfundene Kandidaten-Salaries / Marktbenchmarks ("Senior Engineer Berlin: 95k €" — auf welche Quelle stützt sich das?)
- Falsche Steuer-Aussagen rund um Edelmetall-Verkauf, Spekulationsfrist, Anlagegold-Mehrwertsteuer
- Erfundene LinkedIn-Profile, Firmenstrukturen oder Reorganisationen
Wie du Halluzinationen erkennst
-
Auffallend spezifische Zitate
Wenn Claude dir eine Studie nennt mit Autor, Journal, Jahrgang und Seite — und es klingt wichtig — google sie. Erst dann zitieren oder darauf handeln.
-
Zu glatte Antworten auf schwierige Fragen
Komplexe Vertriebs-, Recruiting- oder Anlagentechnik-Fragen haben oft keine eindeutige Antwort. Wenn Claude trotzdem mit "Die Empfehlung lautet…" klingt: skeptisch werden.
-
Konkrete Zahlen ohne Kontext
"Die ROI-Rate liegt bei 73 %" — wo kommt diese Zahl her? Über welche Studie, welchen Markt, welches Sample? Frag nach.
-
Selbstsicherheit ist kein Indikator für Korrektheit
Claude formuliert auch falsche Aussagen so souverän wie richtige. Du kannst nicht aus dem Ton der Antwort auf die Korrektheit schließen.
— "Bei fachlichen Aussagen gib bitte immer
die Unsicherheit an: 'gesichert' / 'wahrscheinlich' / 'unklar'."
— "Wenn du dir bei einer Quelle unsicher bist, sag das offen statt zu
raten."
— "Erfinde niemals Studien-Zitate, Marktreports oder Preise. Lieber
'mir liegt keine konkrete Quelle vor'."
Deine Verantwortung bleibt — vollständig.
Auch wenn du Claude zur Vorbereitung nutzt, zur Recherche, zum Schreiben — die rechtliche und vertragliche Verantwortung für das, was bei deinen Mandanten, Kandidaten oder Edelmetall-Kunden ankommt, bleibt bei dir. Immer.
Vertrauensbruch-Risiko
Wenn ein Mandant erfährt, dass du seine NDA-geschützten Briefings oder Pricing-Verhandlungen in ein nicht-vertragsgeschütztes KI-System gegeben hast: Auftrag weg, Reputation weg. Im Headhunter-Markt mit kleinen Kreisen reicht ein Fall.
NDA-Verstoß (zivilrechtlich)
Wenn du Inhalte unter NDA (danic-Mandanten, Edelmetall-Lieferanten, Executive-Search-Briefings) an ein nicht autorisiertes Tool weitergibst, kann das ein vertraglicher Verstoß sein — mit Vertragsstrafen und Schadensersatz. Anders als § 203 StGB bei Ärzten nicht strafrechtlich, aber wirtschaftlich oft härter.
DSGVO-Bußgelder
Bei einem Verstoß gegen DSGVO drohen Bußgelder bis zu 20 Mio. Euro oder 4 % des Jahresumsatzes (für Solo-Unternehmer typischerweise deutlich weniger, aber vier- bis fünfstellig sind realistisch). Hinzu kommen mögliche Schadensersatz-Forderungen einzelner Betroffener.
EU AI Act bei Recruiting
Recruiting-Tools gelten ab 2. August 2026 als Hochrisiko-KI-Anwendung. Wenn du Claude zur Kandidaten-Vorauswahl oder zum strukturierten Profil-Ranking einsetzt, fällst du in diese Kategorie — mit Transparenz-, Dokumentations- und Human-Oversight-Pflichten. Siehe Abschnitt unten.
Vieles bekommst du schneller und besser. Aber gegenlesen, prüfen, unterschreiben — das machst du. Immer.
EU AI Act — was du ab August 2026 wissen musst.
Die EU-KI-Verordnung (EU AI Act) ist seit August 2024 in Kraft und wird schrittweise wirksam. Die meisten allgemeinen Pflichten für nutzende Organisationen greifen ab dem 2. August 2026. Für Recruiting / Personalvermittlung ist das besonders relevant — diese Anwendungen sind explizit als Hochrisiko-KI klassifiziert.
Recruiting = Hochrisiko
Anhang III des AI Acts listet "Beschäftigung, Personalmanagement und Zugang zur Selbständigkeit" explizit als Hochrisiko-Bereich. KI-Systeme, die zur Rekrutierung, Auswahl, Bewertung, Filterung oder Beförderung eingesetzt werden, fallen darunter — auch wenn Claude "nur" beim Profil-Screening, Ranking oder Long-List-Aufbau hilft.
Transparenz-Pflichten
Kandidaten müssen erkennen können, wenn KI im Auswahlprozess beteiligt war. KI-generierte Texte, die an Kandidaten gehen (Ansprachen, Absagen), sollten als solche kenntlich sein — die rechtliche Linie hier ist noch in Bewegung.
Mensch in der Schleife
Bei Auswahl- und Bewertungs-Entscheidungen ist die "menschliche Aufsicht" (human oversight) zwingend. Eine KI darf keine Hire/No-Hire-Entscheidung autonom treffen oder allein vorbereiten — du musst prüfen, freigeben, verantworten.
Dokumentation & Bias-Prüfung
Wer KI substanziell im Recruiting einsetzt, hat Dokumentations- und Bias-Test-Pflichten. Welche genau und ab welcher Schwelle — wird in Leitfäden der Aufsichtsbehörden konkretisiert. Faustregel: Wenn du es regelmäßig einsetzt, dokumentiere es.
Vieles wird durch Durchführungsverordnungen und Leitlinien der EU und der nationalen Aufsichtsbehörden konkretisiert. Behalte das Thema im Blick — über deinen DSB (falls vorhanden), einen Fachanwalt für IT-Recht, oder Branchen-Verbände wie BPM (Bundesverband der Personalmanager) oder BDU (Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen).
Zehn-Sekunden-Checkliste vor jedem Claude-Einsatz.
Trainier dich an, vor jedem Prompt diese fünf Fragen mental durchzugehen. Nach zwei Wochen geht es automatisch.
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Ist ein Personenbezug drin?
Ein Name, ein Geburtsdatum, eine LinkedIn-URL, ein aktueller Arbeitgeber + Position + Standort, eine seltene Kombination aus Skills + Tenure + Branche — irgendetwas, das eine konkrete Person identifizierbar macht? Wenn ja: STOP. Anonymisieren oder gar nicht eingeben.
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Bin ich im richtigen Plan?
Personen- oder NDA-Bezug nur in Claude for Work mit DPA und nach DSB-/Anwalts-Freigabe. Allgemeines kann in jedem Plan — solange ohne Personenbezug.
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Habe ich Training deaktiviert?
Einstellungen → Privacy → "Help improve Claude" → aus. Einmal prüfen, gut ist.
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Verstehe ich, was Claude antworten wird?
Wenn du das Thema fachlich nicht beurteilen kannst, kannst du auch die Antwort nicht beurteilen. Dann ist Claude für diesen Fall das falsche Werkzeug.
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Habe ich eine Strategie, die Antwort zu prüfen?
Vergleich mit Leitlinie? Quervergleich mit Kollegen? Eigenes Fachwissen? Wenn die Antwort patientbezogene Konsequenzen haben kann, muss vor dem Handeln eine Prüfung erfolgen.
Wann solltest du einen DSB oder Anwalt konsultieren?
Immer hinzu, wenn:
- Du einen Claude-Geschäfts-Plan einrichtest (Team/Enterprise)
- Du Claude in einem Prozess einsetzen willst, in dem Kandidaten-, Mandanten- oder Kundendaten vorkommen könnten
- Du dein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (VVT) aufbaust oder aktualisierst
- Du eine DSFA (Datenschutz-Folgenabschätzung) brauchst (bei Recruiting-KI fast immer relevant)
- Du unsicher bist, ob ein konkreter Einsatz zulässig ist — besonders unter dem EU AI Act ab 2.8.2026
Üblicherweise nicht nötig, wenn:
- Du privat mit Claude arbeitest (Urlaubsplanung, Brief an den Steuerberater)
- Du Sales-Aufgaben ohne Personenbezug machst (generische Cold-Outreach-Vorlage, LinkedIn-Post über danic, allgemeine Marktanalyse)
- Du Edelmetall-Content ohne konkrete Kundendaten produzierst
- Du allgemeine Fortbildung machst, ohne Bezug zu konkreten Personen
Solo-Headhunter und Einzelunternehmer sind häufig nicht zur Bestellung eines DSB verpflichtet (das hängt von Mitarbeiterzahl und Datenverarbeitung ab), tragen aber die Verantwortung selbst. In dem Fall: extern beraten lassen, bevor du Claude in kandidaten-/mandantenbezogenen Workflows einsetzt. Es gibt spezialisierte Datenschutzberater für HR/Recruiting, oft über die Branchen-Verbände BPM (Bundesverband der Personalmanager) oder BDU vermittelt.
Wenn du die Pre-Use-Checkliste verinnerlichst, im richtigen Plan arbeitest, Halluzinationen erkennst und deine eigene Verantwortung bewahrst, kannst du Claude sicher und produktiv nutzen. Datenschutz ist kein Hindernis — es ist eine Routine, die du schnell verinnerlichst.
In 10 Minuten startklar.
Sie brauchen drei Dinge: einen Browser, eine E-Mail-Adresse, fünf Minuten ungestörte Zeit. Diese Seite führt Sie linear vom Login bis zum ersten produktiven Ergebnis. Kein technisches Vorwissen vorausgesetzt — nur ein bisschen Geduld mit sich selbst beim ersten Mal.
"Ich habe gerade einen Wein eingeschenkt. Ich öffne Claude. Ich habe noch nichts gemacht. Sagen Sie mir genau, was ich anklicken muss — und was ich tippen soll, damit ich nach 10 Minuten weiß, ob mir das was bringt."
Account anlegen — wie eine E-Mail-Adresse, nur in 90 Sekunden.
Sie machen das einmal. Danach loggen Sie sich beim nächsten Mal nur noch ein — genau wie bei jeder anderen Webseite.
Öffnen Sie claude.ai im Browser
Tippen Sie das in die Adresszeile von Chrome, Safari, Firefox oder Edge. Sie landen auf einer Startseite mit zwei Knöpfen: "Sign up" und "Log in". Wenn Sie zum ersten Mal da sind, klicken Sie auf Sign up.
Anmelden — am einfachsten mit Google
Sie können sich mit einer beliebigen E-Mail-Adresse registrieren. Wenn Sie ein Google-Konto haben (Gmail, Google Workspace), klicken Sie auf "Mit Google anmelden" — ein Klick, fertig. Alternativ klassisch über E-Mail-Adresse plus selbstgewähltes Passwort.
Telefonnummer bestätigen
Claude fragt einmalig nach Ihrer Handynummer, um Spam-Accounts zu verhindern. Sie bekommen einen 6-stelligen Code per SMS, geben ihn ein — das war's. Ihre Nummer wird nicht weiterverwendet.
Geburtsdatum & Name angeben
Ein paar Pflichtfelder zur Volljährigkeit und für die Anrede. Beim Namen reicht der Vorname — Sie reden ja mit Claude, nicht mit einem Standesbeamten. Sie können diesen Namen jederzeit später ändern.
Sie sind drin.
Sie sehen jetzt ein weißes Chat-Fenster mit einer freundlichen Begrüßung und einem Texteingabefeld am unteren Rand. Das ist alles. Hier passiert die ganze Magie.
Der Free-Plan reicht für das, was Sie heute machen werden, völlig aus. Sie können mehrere Stunden chatten, bevor Sie überhaupt ein Limit erreichen. Bezahlt wird später — und nur dann, wenn Sie es wirklich brauchen. Mehr dazu unten.
Die Oberfläche — drei Bereiche, mehr nicht.
Lassen Sie sich nicht von Knöpfen ablenken, die Sie heute nicht brauchen. Diese drei Bereiche müssen Sie kennen:
1. Texteingabefeld
Ganz unten in der Mitte. Hier tippen oder fügen Sie Ihre Frage ein. Enter sendet, Shift+Enter macht einen Zeilenumbruch. Hier passiert alles.
2. Linke Seitenleiste
Ihre Historie. Jeder Chat, den Sie geführt haben, bleibt dort gespeichert. Sie können jederzeit darauf zurückkommen. Ein Klick auf "New chat" startet ein frisches Gespräch.
3. Ihre Initialen (oben rechts)
Hier kommen Sie zu den Einstellungen: Plan ändern, Profilangaben, Datenschutz-Optionen. Das brauchen Sie heute nur einmal — wir gehen in Schritt 4 hin.
Es gibt noch ein paar weitere Symbole — für Projekte, Artefakte, Modelle. Die kommen später dran. Heute nutzen Sie nur das Texteingabefeld. Wirklich.
Den ersten Prompt schreiben.
Wir machen es sportlich. Drei Aufgaben, die in den nächsten 5 Minuten einen echten Aha-Effekt geben. Jeden Prompt einfach kopieren, in das Eingabefeld einfügen, Enter drücken — und schauen, was passiert.
Test 1 — danic.ai in einem Satz erklären
Test 2 — Eine E-Mail entwerfen
Test 3 — Etwas Privates: Restaurantvorschläge
Du hast gerade in drei Bereichen — Sales-Erklärung, höfliche Absage, privater Alltag — gesehen, was Claude für dich tun kann. Jetzt richten wir noch ein paar Einstellungen ein, damit das Ganze auch dauerhaft sinnvoll für dich funktioniert.
Drei Einstellungen, die du heute einmal setzt.
Klick oben rechts auf deine Initialen, dann auf Settings (oder "Einstellungen"). Drei Reiter sind wichtig:
Profil-Einstellungen → "What should Claude call you?"
Gib deinen Vornamen ein und kurz, womit du dich beschäftigst. Beispiel: "Headhunter mit Dev/Tester-Background, 30, Berlin. Ich starte gerade als Sales bei danic.ai (agentic Software-Engineering), will ins Executive Search Game und drehe parallel Edelmetall-Content." Claude passt seine Antworten dann besser auf dich an.
Privacy → Training auf "Off"
Im Reiter Privacy findest du die Option, ob Anthropic deine Chats zum Training neuer Modelle verwenden darf. Stell das auf Off. Damit landen deine Eingaben nicht in zukünftigen Trainingsdaten. (Auf dem Free-Plan ist das wichtig. Auf Team und Enterprise ist es ohnehin standardmäßig deaktiviert.)
Appearance → Dark Mode (optional)
Augen schonen, besonders abends. Persönliche Geschmacksfrage. Keine Bedeutung für die Funktion — nur für die Augen.
Echte Mandanten- und Kandidatendaten gehören trotzdem nie in Claude (jedenfalls nicht in den Consumer-Plänen Free/Pro/Max). Anthropic ist ein US-Anbieter, kein DSGVO-Auftragsverarbeitungsvertrag steht im Free-Plan zur Verfügung. Für die berufliche Nutzung mit Mandantenbezug brauchen Sie Claude for Work (Team/Enterprise) mit AVV oder einen anderen Anbieter. Lesen Sie das Datenschutz-Kapitel.
Welcher Plan — und wann?
Beginnen Sie auf Free. Punkt. Nach zwei bis vier Wochen Nutzung wissen Sie selbst, ob Sie aufrüsten. Hier eine ehrliche, kurze Übersicht (Stand 2026):
Free — 0 € / Monat
Für wen: Erstanwender, gelegentliche private Nutzung.
Was Sie bekommen: Claude im Chat, begrenzte Nachrichten pro Tag,
Zugriff auf das aktuelle Modell, einfache Projekte.
Limit-Gefühl: Bei intensiver Nutzung erreichst du nach 1–2 Stunden
die Tagesgrenze.
Pro — ca. 20 € / Monat
Für wen: Wer Claude regelmäßig nutzt (mehrmals pro Woche).
Was du bekommst: ~5× mehr Nachrichten als Free, unbegrenzte Projekte,
erweiterte Wissensbasis (RAG), längere Konversationen.
Limit-Gefühl: Für die meisten Privatanwender und gelegentliche
Sales- und Recruiting-Aufgaben (ohne echte Kandidaten- oder Mandantendaten) ausreichend.
Max — 100–200 € / Monat
Für wen: Power-User, die Claude den ganzen Tag offen haben.
Was du bekommst: 5×–20× mehr Limits als Pro, Priorität bei
Auslastung.
Limit-Gefühl: Quasi keine. Für die normale Alltagsnutzung deutlich
überdimensioniert.
Team / Enterprise
Für wen: Solo-Unternehmer mit sensiblen Daten oder Teams (z.B. danic.ai), die mit Kunden- und Kandidatendaten arbeiten.
Was du bekommst: Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), keine
Trainingsnutzung deiner Daten, Mitarbeiterverwaltung, geteilte Projekte.
Limit-Gefühl: Der einzige Weg für DSGVO-konforme Nutzung mit
tatsächlichen Mandanten- und Kandidatendaten.
Free für 2 Wochen. Dann auf Pro upgraden, wenn du merkst, dass du Claude regelmäßig nutzt. Erst auf Team wechseln, bevor du konkret planst, Claude mit identifizierbaren Mandanten- oder Kandidatendaten einzusetzen — und auch dann nur nach Rücksprache mit einem Datenschutzbeauftragten oder Anwalt.
Du bist drin. Was jetzt?
Du hast das Wichtigste gemacht. Drei Pfade, je nachdem, was dir gerade näher liegt:
Das Chat-Fenster verstehen
Wie man wirklich gute Prompts schreibt — die Anatomie eines hilfreichen Prompts in 4 Schritten.
Zum Chat-KapitelAnwendungen im Vertrieb
10 konkrete Szenarien — danic Cold-Outreach, Discovery-Vorbereitung, Pilot-Memo, Einwand-Behandlung, Exec Search — als fertige Vorlagen.
Vertriebs-AnwendungenAnwendungen im Aufbau
Edelmetall-Content, YouTube-Skripte, Wochenplanung, Steuerberater-Brief, Reisen, Fitness — die unsichtbare Arbeit effizienter machen.
Aufbau-Anwendungen